Tennis: Wimbledon geht ohne Deutsche weiter
zuletzt aktualisiert: 26.06.2005 - 10:45London (rpo). Die 119. All England Championships in Wimbledon finden ab dem Achtelfinale in den Einzel-Konkurrenzen komplett ohne deutsche Tennis-Profis statt. In Alexander Popp ist auch der letzte deutsche Tennisprofi im Herren-Einzelwettbewerb ausgeschieden.
Der 28 Jahre alte Mannheimer unterlag dem Russen Dmitry Tursunov in der dritten Runde des berühmtesten Rasenplatz-Turniers der Welt mit 7:5, 6:7, 2:6, 2:6. Die siegreiche Russe trifft nun im Achtelfinale auf Sébastien Grosjean aus Frankreich.
Vor Popp, der 2000 und 2003 im Viertelfinale des Grand-Slam-Turniers in London stand, waren bereits Florian Mayer und Nicolas Kiefer gescheitert. Der 27-jährige Kiefer unterlag auf dem Centre Court dem Weltranglistenersten und Titelverteidiger Roger Federer aus der Schweiz mit 2:6, 7:6, 1:6 und 5:7. In einer zeitweise ausgeglichenen Partie vergab der Deutsche dabei im vierten Satz nach einem Break gegen den aufschlagenden Federer die Chance, das Match weiter offen zu halten.
Den Einzug ins Achtelfinale des traditionsreichen Rasenturniers verpasste auch Mayer. Der 21-jährige Bayreuther verlor gegen den Spanier Juan Carlos Ferrero mit 6:3, 2:6, 1:6 und 1:6. In der nächsten Runde trifft Ferrero nun auf den Weltranglistenersten Federer, der ja mit Kiefer ebenfalls einen deutschen Profi ausgeschaltet hat.
Mit dem Russen Marat Safin erwischte es am Samstag in London auch einen der Mitfavoriten. Der an Nummer fünf gesetzte Safin scheiterte glatt in drei Sätzen mit 4:6, 6:7 und 3:6 am Spanier Feliciano Lopez. Im Achtelfinale bekommt es Lopez nun mit dem Kroaten Mario Ancic zu tun.
Dagegen setzten sich neben Federer mit dem US-Amerikaner Andy Roddick und dem Australier Lleyton Hewitt zwei weitere Favoriten durch. Der an Nummer zwei gesetzte Roddick bezwang den Russen Igor Andreev in drei Sätzen mit 6:2, 6:2 und 7:6, Hewitt als Dritter der Setzliste behielt gegen Justin Gimelstob aus den USA in drei Sätzen mit 7:6, 6:4 und 7:5 die Oberhand.
In der Damen-Einzel-Konkurrenz kamen am Samstag die ersten drei der Setzliste mit klaren Siegen ins Achtelfinale. Die Weltranglistenerste und an Nummer eins gesetzte Lindsay Davenport setzte sich problemlos mit 6:2 und 6:1 gegen die Russin Dinara Safina durch. Wimbledon-Titelverteidigerin Maria Sharapova ließ Katarina Srebotnik aus Slowenien bei ihrem Zwei-Satz-Sieg mit 6:2 und 6:4 keine Chance. Die Französin Amélie Mauresmo, Dritte der Setzliste, besiegte Shenay Perry klar in zwei Sätzen mit 6:0 und 6:2. Alle in Wimbledon gestarteten deutschen Spielerinnen waren bereits in den ersten beiden Runden gescheitert.
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