118. All England Championships: Wimbledon: Serena Williams will den Hattrick
zuletzt aktualisiert: 29.06.2004 - 16:33London (rpo). Die US-amerikanische Tennisspielerin Serena Williams hatte in ihrer Achtelfinalbegegnung in Wimbledon keine Mühe mit der 16-jährigen Tatiana Golovin. Die Erste der Weltrangliste besiegte die Französin mit 6:2, 6:1 und kommt ihrem dritten Titelgewinn in Wimbledon immer näher.
Doch Serena Williams steht wieder einmal Jennifer Capriati im Weg. Die beiden US-Amerikanerinnen treffen am Mittwoch im Viertelfinale in einem der Klassiker der WTA Tour aufeinander. In einem weiteren Viertelfinalspiel stehen sich am Mittwoch die Französin Amelie Mauresmo und Doppelspezialistin Paola Suarez (Argentinien) gegenüber. Diese vier Damen konnten wegen der Regenverzögerungen in der ersten Turnierwoche erst am Dienstag ihre Achtelfinalpartien austragen.
Serena Williams verzeichnete bei ihrem glatten Erfolg mit knapp 202 Stundenkilometern den zweitschnellsten Aufschlag der WTA-Geschichte. Nur ihre Schwester Venus war 1998 in Zürich knapp einen Stundenkilometer schneller. Als sie auf die Anzeigentafel blickte, reckte die 22-Jährige beide Arme empor und ließ sich von den Zuschauern auf dem Centre Court feiern. Da stand es bereits 4:1 im zweiten Satz, und Golovin, die in den ersten Runden mit ihrem Spiel, vor allem aber durch ihre winzigen Hot Pants aufgefallen war, hatte nicht den Hauch einer Chance.
"Es ist eine schöne Rivalität mit Jennifer"
"Ich war nicht besonders zufrieden. Ich habe mich viel zu wenig bewegt, es kam kaum ein richtiges Spiel zustande", sagte Williams: "Ich denke aber, dass ich mich steigern kann, wenn es darauf ankommt." Das wird in der nächsten Runde gegen Capriati wieder der Fall sein. "Es ist eine schöne Rivalität mit Jennifer", sagte die Titelverteidigerin: "Ich freue mich auf das Match." Capriati hatte bei ihrem 6:4, 6:4 über die Russin Nadja Petrowa etwas mehr Mühe, bevor sie zum 21. Mal in ihrer Karriere in die Runde der letzten Acht bei einem Grand-Slam-Turnier eingezogen war.
Zuletzt standen sich Capriati und Williams im Viertelfinale der French Open in Paris gegenüber, das Capriati gewann. Die Olympiasiegerin von 1992 war auch in Rom gegen Serena Williams erfolgreich. Williams dagegen, wegen ihrer zwei Siege in Wimbledon an Nummer eins gesetzt, hatte zuletzt vor exakt einem Jahr gegen Capriati gewonnen, ebenfalls im Viertelfinale an der Church Road.
Amelie Mauresmo ist ebenfalls unter den letzten Acht
Heimlich, still und leise hat sich unterdessen Amelie Mauresmo unter die letzten Acht vorgespielt. Die an Nummer vier gesetzte Französin bezwang Silvia Farina Elia (Italien) mit 7:5, 6:3. Vor dem Turnier wurde die 24-Jährige von Martina Navratilova als Favoritin genannt. "Das ist ein großes Kompliment für mich", meinte Mauresmo, die 1999 in Melbourne schon einmal in einem Grand-Slam-Finale stand: "Ich bin gerade dabei, mich in das Spiel auf Rasen zu verlieben. ich fühle mich sehr gut und habe begriffen, wie man auf diesem Belag spielen muss."
Ihre Gegnerin Paola Suarez hatte nach Problemen im ersten Satz mit der Italienerin Rita Grande beim 4:6, 6:0, 6:2-Erfolg keine Mühe mehr und stieß damit zum zweiten Mal nach den French Open vor vier Wochen ins Viertelfinale eines Grand-Slam-Turniers vor. "Sie ist offenbar sehr gut in Form. Der Rasen ist auch etwas langsamer in diesem Jahr, und sie kann durch ihre Doppelerfahrung sehr gute Volleys spielen", sagte Mauresmo: "Es wird sehr schwierig."
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