Scharapowa und Myskina im Viertelfinale von San Diego: "Zicken-Zoff" im russischen Damentennis
zuletzt aktualisiert: 30.07.2004 - 12:11San Diego (rpo). Beim WTA-Turnier in San Diego kommt es im Viertelfinale zum Showdown zwischen Wimbledonsiegerin Maria Scharapowa und French-Open-Champion Anastasia Myskina. Damit geht der "Zicken-Zoff" im russischen Damentennis in die nächste Runde.
"Ich habe Heimweh nach Moskau, aber Maria weiß sicher gar nicht mehr, wo Moskau ist", giftete Myskina vor dem brisanten Viertelfinalduell gegen die ungeliebte "Mascha", die seit sieben Jahren bei Nick Bollettieri in Florida lebt und trainiert.
Und weil sie so richtig in Fahrt war, legte Myskina nochmal nach: "Man muss Maria allerdings zugestehen, dass sie für eine Ausländerin ungewöhnlich gut Russisch spricht." Da mochte French-Open-Finalistin Jelena Dementjewa mit ihrer Meinung dann auch nicht mehr hinter dem Berg halten und stellte schlichtweg fest, dass "Scharapowa eigentlich gar keine Russin mehr ist".
Das Opfer der verbalen Schmähungen reagierte souverän und ausgesprochen kühl auf die Attacken der Konkurrenz. "Ich lebe in den USA, weil es gut für mein Tennis ist, aber in meinen Adern fließt russisches Blut, und ich habe keinerlei Ambitionen, meinen russischen gegen einen amerikanischen Pass einzutauschen", stellte die 17-jährige Scharapowa klar.
Die Tatsache, dass Myskina sie trotz aller Animositäten ausdrücklich im Fed-Cup-Team willkommen heißen würde, kommentierte Scharapowa mit den Worten: "Ich werde mich persönlich bedanken, wenn sie mir nach unserem Viertelfinale zum Sieg gratuliert."
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







