Dakar-Rallye: Zweites Todesopfer in 24 Stunden
zuletzt aktualisiert: 11.01.2005 - 13:56Kiffa (rpo). Die 27. Dakar-Rallye hat ihr zweites Todesopfer innerhalb von 24 Stunden gefordert. Der Italiener Fabrizio Meoni, verheiratet und Vater von zwei Kindern, starb auf der elften Etappe des Wüstenspektakels nach einem Herzinfarkt. Das teilten die Organisatoren am Dienstag mit. Der 47-jährige Meoni, der die Dakar 2001 und 2002 gewonnen hatte, lag hinter dem Franzosen Cyril Despres (Frankreich) auf dem zweiten Platz der Motorrad-Gesamtwertung.
Meoni war am Dienstagmorgen gegen 10.15 Uhr mit seinem Motorrad in der Wüste zwischen Atar und Kiffa in Mauretanien ohne ersichtlichen Grund gestürzt und reglos liegengeblieben. Die Rennleitung schickte sofort einen Rettungshubschrauber los, der um 10.36 Uhr am Unglücksort eintraf. Die Ärzte konnten Meoni aber trotz aller Bemühungen nicht mehr retten, nach 45 Minuten gaben sie ihre Wiederbelebungsversuche auf.
Meoni ist der 45. Todesfall in der 27-jährigen Geschichte der Dakar-Rallye und der elfte Motorradfahrer, der ums Leben kam. Er gewann in den 16 Jahren seiner Karriere außer der Dakar noch etliche andere Wüstenrallyes, unter anderem fünfmal in Ägypten, viermal in Tunesien und einmal in Dubai.
Am Montag war der spanische Motorradfahrer Jose Manuel Perez nach einem Unfall am vergangenen Donnerstag seinen schweren inneren Verletzungen in einem Krankenhaus in Alicante erlegen. Ebenso wie Perez hatte auch Meoni beim Start am Silvestertag in Barcelona, seinem 47. Geburtstag, angekündigt, dass dies seine letzte Dakar sein sollte.
45 Tote bei Wüsten-Spektakel:
1978/79 Patrick Dodin (F) - Motorradfahrer 1979/80 - 1980/81 3 Journalisten (I) in der Wüste verschollen 1981/82 Bert Osterhuis (NL) - Motorradfahrer
Ursula Zentsch (F) - Journalistin
Kind in Mali - Zuschauer 1982/83 Jean-Noel Pineau (F) - Motorradfahrer
Kind in Mali - Zuschauer 1983/84 Zuschauerin von Range Rover in Obervolta überrollt 1984/85 Kind in Niger - Zuschauer
Toter bei Helikopterunfall in Marokko 1985/86 Yasuo Kaneko (J) - Motorradfahrer
Thierry Sabine (F) - Rallye-Direktor
Francois-Xavier Bagnoud (CH) - Pilot
Daniel Belavoine (F) - Pop-Sängerin
Nathalie Odent (F) - Journalistin
Jean-Paul Fur (F) - Fernsehtechniker
(alle fünf bei einem Hubschrauberabsturz)
Jean-Paolo Marinoni (I) - Motorradfahrer 1986/87 Journalist (F) 1987/88 Kees van Loewenzijn (NL) - LKW-Fahrer
Patrick Canado (F) - PKW-Fahrer
Kind aus Mali - Zuschauer
Jean-Claude Huger (F) - Motorradfahrer
Zuschauerin aus Mauritius
Kind aus Mauritius - Zuschauer 1988/89 - 1989/90 Kaj Salminen (FIN) - Journalist 1990/91 Charles Cabannes (F) - Servicemann ermordet
Petitjean (F) - Begleitarzt 1991/92 2 Begleitfahrer (F)
Gilles Lalay (F) - Motorradfahrer 1992/93 - 1993/94 Michel Sansen (B) - Motorradfahrer 1994/95 - 1995/96 Laurent Gueguen (F) - LKW-Fahrer
Kind aus Guinea - Zuschauer 1996/97 Jean-Pierre Leduc (F) - Motorradfahrer 1997/98 5 Zivilisten in Mauretanien nach Frontal-Zusammenprall 2001/02 Daniel Vergnes (F) - Begleitperson Toyota 2002/03 Bruno Cauvy (F) - Auto-Beifahrer 2004/05 Jose Manuel Perez (SPA) - Motorradfahrer 2004/05 Fabrizio Meoni (I) - Motorradfahrer (Herzinfarkt).
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