Neuss (rpo). Ein Eklat der besonderen Art überschattete das zweite Playoff-Viertelfinale der Basketball-Bundesliga, das die Telekom Baskets Bonn gegen Bamberg mit 75:64 gewannen. Während die Partie nach einer Massenrangelei eskalierte und laut Schiedsrichter-Entscheidung nur mit vier Bamberger und fünf Bonner Spielern zu Ende geführt werden durfte, sorgten die EWE Baskets Oldenburg durch das 67:56 gegen Alba Berlin für eine Überraschung.
Das Spiel der Telekom Baskets Bonn gegen GHP Bamberg wurde von einem Skandal überschattet. Foto: AFP
Mit Ausnahme von EnBW Ludwigsburg, das gegen Rhein-Energie Köln mit 76:84 (39:43) erneut verlor, schafften die Gastgeber-Teams nach vorausgegangenen Auswärts-Niederlagen den 1:1-Gleichstand. Auch die Artland Dragons Quakenbrück mit 67:56 (31:27) über die Eisbären Bremerhaven. Die dritte Runde folgt am Sonntag.
Nach einer Rangelei zwischen Nationalspieler Steffen Hamann (Bamberg), der im Verlaufe des weiteren Geschehens eine blutende Wunde an der Hand erlitt, und Michael Meeks (Bonn) brachen in Bonn regelrechte Tumulte aus. Nach 20-minütiger Unterbrechung entschieden die Referees, dass die beiden Teams die Partie statt mit ihrem mindestens zehnköpfigen Kader nur mit halber Mannschaft weiterführen durften. Fünf Bonner und acht Bamberger wurden disqualifiziert. Die Partie hat höchstwahrscheinlich ein Nachspiel beim Schiedsgericht der Deutschen Basketball Liga (BBL).
Beste Werfer bei Bonn war Artur Kolodziejski (24), der beim Stande von 62:61 durch zwei Dreier für die Vorentscheidung sorgte. Bei Meister Bamberg, der die erste Partie mit 78:66 gewonnen hatte, waren Chris Ensminger (17) und Spencer Nelson (16) die erfolgreichsten Schützen.
Vor 2.900 Zuschauern hatte Oldenburg seinen überragenden Werfer in Tyron-Clement McCoy, der 15 seiner 28 Punkte im Schlussviertel erzielte. Bei Topfavorit Alba konnte Hollis Price nach dem 102: 92-Sieg im ersten Spiel trotz seiner 25 Punkte die Niederlage nicht verhindern.
3.000 Menschen in der ausverkauften Halle feierten den Quakenbrücker Erfolg über die Eisbären, die zuvor ihr Heimspiel mit 81:76 gewonnen hatten. Chad Prewitt war bester Werfer beim Gastgeber, Darren Fenn mit ebenfalls 14 Punkten erfolgreichster Bremerhavener.
RheinEnergie Köln war nach dem 94:68-Sieg vom ersten Spieltag auch in Ludwigsburg das stärkere Team. Vor 2.800 Zuschauern waren bei den Domstädtern Glen McGowan (18) und Immanuel McElroy (16) die besten Korbjäger, beim Gastgeber reichten auch 23 Punkte von Jerry Green nicht.
Telekom Baskets Bonn - GHP Bamberg 75:64 (30:45). - Beste Werfer: Kolodziejski (24), Paravinja (16) und Stark (11) für Bonn - Ensminger (17), Nelson (16) und Garrett (13) für Bamberg. - Zuschauer: 3500 (ausverkauft). - Playoff-Stand: 1:1
EWE Baskets Oldenburg - Alba Berlin 80:74 (29:33). - Beste Werfer: McCoy (28), Penigar (15) und Valters (11) für Oldenburg - Price (25), Stanojevic (14), Mazeika (13) und Greene (10) für Berlin. - Zuschauer: 2900. - Playoff-Stand: 1:1
EnBW Ludwigsburg - RheinEnergie Köln 76:84 (39:43). - Beste Werfer: Green (23), Golojovic (11), Love, Jelesijevic, Jazvin und Boddicker (je 10) für Ludwigsburg - McGowan (18), McElroy (16), Nadjfeji (13) und Jordan (11) für Köln. - Zuschauer: 2.800. - Playoff-Stand: 0:2
Artland Dragons Quakenbrück - Eisbären Bremerhaven 67:56 (31: 27). - Beste Werfer: Prewitt (14), Rivera, Hall und Lampley (je 11) für Quakenbrück - Fenn (14) und Bynum (10) für Bremerhaven. - Zuschauer: 3.000 (ausverkauft). - Playoff-Stand: 1:1
Quelle: sid