Play-off-Halbfinale im Basketball: Bamberg fehlt noch ein Sieg zum Finaleinzug
zuletzt aktualisiert: 05.06.2005 - 19:46Bamberg (rpo). Der zweimalige "Vize" GHP Bamberg hat in den Play-offs der Basketball-Bundesliga (BBL) das Finale vor Augen. Gegen das Überraschungsteam der Gießen 46ers konnten die Bamberger im dritten Halbfinal-Spiel mit 2:1 in Führung gehen. Im dritten von maximal fünf Aufeinandertreffen schlugen die Franken die Gäste aus Hessen 85:47 (42:21) und können nun am Dienstag (20.45 Uhr/live bei Premiere) in Gießen den Finaleinzug bereits perfekt machen.
Bester Werfer auf Seiten von GHP war Steffen Hamann mit 15 Punkten, bei den 46ers wurden für Souleyman Wane zwölf Punkte notiert.
Basketball-Meister Opel Skyliners Frankfurt fehlt ebenfalls nur noch ein Sieg zur Rückkehr ins Play-off-Finale. Im dritten Halbfinale gegen Topfavorit Alba Berlin setzten sich die Hessen in einem spannenden Spiel mit 77:76 (41:32) durch und gingen dank ihres zweiten Auswärtssieges in der "best of five"-Serie mit 2:1-Siegen in Führung.
Zu Beginn der Serie hatte Frankfurt mit einem 80:64-Kantersieg in Berlin überrascht, bevor die "Albatrosse" sich mit einem 94:85-Erfolg in Frankfurt zurückgemeldet hatten.
Vorentscheidung im zweiten Viertel
Die Vorentscheidung in Bamberg vor 4.750 Zuschauern im ausverkauften Forum fiel Ende des ersten und Anfang des zweiten Viertels, als die Gastgeber 22 Punkte in Folge markierten und von 14:14 auf 36:14 davonzogen. Dabei gingen allein neun Punkte auf das Konto von Forward Uvis Helmanis. Der Lette versenkte drei Dreier.
Die Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann verteidigte anschließend den Vorsprung erfolgreich. "Wir wollten nach der Niederlage am Dienstag zeigen, dass wir guten Basketball spielen können", sagte Hamann nach dem Schlusspfiff und warnte davor zu glauben, das vierte Spiel würde nun zum Selbstläufer: "Wir wissen, wie schwer es ist, in Gießen zu gewinnen."
In der Berliner Max-Schmeling-Halle hingegen sahen die 8.094 Zuschauer einen packenden Fight, bei dem im Gegensatz zu den Partien eins und zwei die Hessen den besseren Start erwischten. Dank ihrer Treffsicherheit aus der Distanz setzte sich Frankfurt nach einem 9:0-Start auf 24:8 ab. Regisseur Pascal Roller zeigte seine herausragenden Fähigkeiten, und Trainer Murat Didin wechselte überraschend viel. Alba kämpfte sich mit harter Verteidigung und viel Einsatz zurück in die Partie, doch häufig wirkten die Offensivaktionen überhastet. Allein Nationalspieler Stefano Garris (19 Punkte) traf sicher aus der Distanz.
Williams stellt Sieg sicher
Nach dem Wechsel rannte Alba verzweifelt an, während die Frankfurter ihre Angriffe ausspielten und vorne auf die individuelle Klasse von US-Forward Chris Williams (14) setzten. Bis auf 59:62 kamen die Berlin dank einer verbesserten Dreierquote heran, doch Frankfurt wusste erneut eine Antwort, und Guard Tyrone Ellis (15) drehte noch einmal auf. In einer dramatischen Schlussphase meldete sich Alba wieder zurück und ging dank Gerald Brown 50 Sekunden vor Schluss mit 74:73 erstmals in Führung. Williams machte jedoch die entscheidenden Punkte und sicherte den Sieg.
STATISTIKEN:
GHP Bamberg - Gießen 46ers 85:47 (42:21). - Beste Werfer: Hamann (15), Mallet (12), Ensminger (10) für Bamberg - Wane (12), Anrin (10) für Gießen. - Zuschauer: 4.750 (ausverkauft). Play-off-Stand: 2:1
Alba Berlin - Opel Skyliners Frankfurt 76:77 (32:41). - Beste Werfer: Garris (19), Brown (19), Stanojevic (18) für Berlin - Ellis (15), Williams (14), Roller (11), Slijvancanin (11), Matinen (11) für Frankfurt. - Zuschauer: 8.094.- Play-off-Stand: 1:2
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