Spektakel in Köln vor 18.000 Zuschauern: Basketball: Deutschland verpasst Sensationssieg
zuletzt aktualisiert: 05.08.2004 - 09:35Köln (rpo). Gegen das Olympiateam der USA haben Deutschlands Basketballer um Dirk Nowitzki einen Sensationssieg nur knapp verpasst. Die Deutschen mussten sich erst in letzter Minute geschlagen geben. Einmal mehr der überragende Mann im deutschen Team war NBA-Star Dirk Nowitzki.
Deutschland verlor gegen die US-Boys mit 77:80. Trotz einer starken Vorstellung und eines überragenden Dirk Nowitzki musste sich die Mannschaft von Trainer Dirk Bauermann beim Dreiländer-Turnier in Köln dem Olympiateam der USA mit seinen NBA-Profis in letzter Minute 77:80 (40:44) geschlagen geben. Die amerikanischen Superstars rehabilitierten sich zumindest mit einem positiven Ergebnis für die 78:95-Pleite am Dienstag gegen den EM-Dritten Italien, der insgesamt vierten und höchsten in der Geschichte des so genannten "Dream Teams" seit 1992. Den entscheidenden Treffer verwandelte Allan Iverson mit der Schlusssirene mit einem Dreier fast von der Mittellinie.
Am Ende eines sehenswerten Basketball-Spektakels vor 18.000 Zuschauern in der ausverkauften Kölnarena nutzten der DBB-Auswahl die 29 Punkte des hochmotivierten NBA-Allstars Nowitzki von den Dallas Mavericks nichts. Allerdings bewiesen die deutschen Korbjäger, dass sie für die im September anstehende EM-Qualifikation mit den Spielen gegen die Ukraine, Ungarn und Belgien gerüstet sind.
Die US-Boys von Coach Larry Brown erwischten den besseren Start und präsentierten sich in der Verteidigung und auch in der Offensive wesentlich aggressiver als noch am Tag zuvor, als Superstar Allen Iverson nach der Blamage von einem "Weckruf zur rechten Zeit" sprach. Doch auch die deutsche Mannschaft fand zunächst stets Antworten auf die teilweise spektakulären Körbe der Gäste, besonders nachdem sich Nowitzki immer öfter gegen seine NBA-Kollegen durchsetzen und bis zur Halbzeit bereits 15 Punkte erzielen konnte.
Selbst als Coach Bauermann durchwechselte, entstand kein Bruch im Spiel. Die Gastgeber bewiesen auch gegen die Basketball-Millionäre aus Übersee mit dem erneut überragenden Center Tim Duncan (17 Punkte) Charakter und ließen sich auch durch einen 36:42-Rückstand nicht irritieren. Nach 25 Minuten gelang sogar die Führung (53:51). Mit der von Coach Bauermann geforderten "physischen Defense" brachte die DBB-Auswahl die Superstar aus Übersee mehrfach in arge Verlegenheit, provozierte Ballverluste und konnte die Begegnung bis zur 34. Minute (68:68) offen gestalten. Die USA profitierten fast ausschließlich von der Athletik und individuellen Qualität.
Neben Nowitzki hatten die DBB-"Riesen" in Ademola Okulaja mit 10 Punkten ihren besten Schützen. Die NBA-Auswahl hatte in Duncan von den San Antonio Spurs und Carmelo Anthony (Denver Nuggets) mit 16 Punkten ihre treffsicherten Akteure.
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