Bamberg Tabellenführer: Basketball: Müde Kölner stolpern in Frankfurt
zuletzt aktualisiert: 06.02.2005 - 21:41Neuss (rpo). Haben die Basketballer von RheinEnergie Köln zuviel Karneval gefeiert? Jedenfalls wurden die scheinbar verkaterten Domstädter von den Opel Skyliners Frankfurt in meisterlicher Form im Spitzenspiel der 18. Bundesliga-Runde mit 89:74 buchstäblich vom Parkett gefegt.
"Das war eine katastrophale Leistung, die durch nichts zu entschuldigen ist", wetterte Kölns Coach Armin Andres nach der fünften Saisonniederlage und kündigte "laute und deutliche Worte" an. Der bisherige Spitzenreiter (24:10 Punkte) stürzte gleich auf den fünften Rang ab, neuer Spitzenreiter ist Vizemeister GHP Bamberg vor Alba Berlin (beide je 26:8), EnBW Ludwigsburg (26:12) und den Skyliners (24:10).
Nach einen furiosem Start der Frankfurter konnten die Gäste die Begegnung vor 4670 Zuschauern nur vorübergehend ausgeglichen gestalten. Die Vorentscheidung fiel im dritten Viertel, das die Skyliners mit 30:16 für sich entschieden. Mangelnde Aggressivität, die eine Rebound-Quote von 35:21 zugunsten der Gastgeber belegt, beklagte Andres und vermutet: "Einige waren in Gedanken schon beim Uleb-Cup. Aber das kann man sich gegen eine Mannschaft wie Frankfurt nicht erlauben."
Während der Kölner Härtetest vor dem Achtelfinal-Rückspiel am kommenden Dienstag gegen BK Ventspils aus Lettland (Hinspiel 93:77) völlig misslang, freute sich Frankfurts Coach Murat Didin über eine "tolle Mannschaftsleistung" mit den überragenden Werfern Mladjen Sljivancanin (23 Punkte) und Chris Williams (21 Punkte).
Im Kopf-an-Kopf-Rennen an der Tabellenspitze mischt auch Alba Berlin wieder kräftig mit. Der Ex-Meister feierte im ersten Spiel unter dem neuen Chefcoach Henrik Rödl einen überzeugenden 81: 68-Erfolg über BS/Energy Braunschweig. "Die Mannschaft hat den Wettkampf angenommen. Man kann nicht immer nur gut und schön spielen, aber man muss gewinnen", erklärte der Europameister von 1993 nach dem 13. Saisonsieg vor 6110 Zuschauern.
Harter Kampf in Würzburg
Einen harten Kampf lieferte sich Bamberg beim mühsamen 66:58 (31:26)-Sieg im Frankenderby beim Schlusslicht TSK Würzburg. Vor 2800 Zuschauer hielten die Gastgeber gut mit, in der Schlussphase entschied Bamberg die Partie mit sechs verwandelten Freiwürfen in Folge für sich.
Seine Playoff-Ambitionen unterstrich EnBW Ludwigsburg mit dem fünften Sieg in Folge. Beim 77:68 über Aufsteiger Walter Tigers Tübingen war Lamayn Wilson mit 26 Punkten der überragende Schütze der Gastgeber. Mit 30 Punkten legte Marko Bulic den Grundstein zum 92:84-Erfolg der Artland Dragons aus Quakenbrück über Rekordmeister Bayer Giants Leverkusen. Vor 3000 Zuschauer in der erneut ausverkauften Artland-Arena blieben die "Drachen" auf Playoff-Kurs, den Leverkusen nach der zehnten Saisonniederlage vorübergehend verlassen hat.
Die ersten acht Ränge behält dagegen die BG Karlsruhe im Visier, die nach zuletzt drei Niederlagen einen 92:70 über TBB Trier feierte. Den Trierern stehen nach der vierten Pleite hintereinander schwere Wochen bevor. Nächster Gegner ist ausgerechnet der deutsche Meister aus Frankfurt.
Alle Spiele im Überblick
BG Karlsruhe - TBB Trier 92:70 (49:38)
Beste Werfer: Ewodo (23), Allen (22), Roessler (17), Gordon (12), Jones (11) für Karlsruhe - Brown (23), Agbai (16), Havrilla (13) für Trier. - Zuschauer: 2600
Opel Skyliners Frankfurt - RheinEnergie Köln 89:74 (45:37)
Beste Werfer: Sljivancanin (23), Williams (21), Roller (13), Kruel (11) für Frankfurt - Obradovic (18), Ovcina (14), Pesic (12), Edwards (12) für Köln - Zuschauer: 4670
Alba Berlin - BS/Energy Braunschweig 81:68 (40:41)
Beste Werfer: Szewczyk (18), Mamic (15), Wright (13), Stanojevic (11) für Berlin - Jovanovic (19), Celestand (17), Firic (12) für Braunschweig. - Zuschauer: 6110
Quakenbrück Artland Dragons - Bayer Giants Leverkusen 92:84 (39:40)
Beste Werfer: Bulic (30), Ebong (16), Jordan (14), Hall (11), Stavropoulos (10) für Quakenbrück. - Wucherer (21), Cox (21), Schultze (16) für Leverkusen. - Zuschauer: 3000 (ausverkauft)
SV Tübingen - EnBW Ludwigsburg 68:77 (39:40)
Beste Werfer: Jones (29), Burleson (18) für Tübingen. - Wilson (26), Green (13), Jazvin (11) für Ludwigsburg. - Zuschauer: 3100 (ausverkauft) (sid)
TSK Würzburg - GHP Bamberg 58:66 (26:31)
Beste Werfer: Mayfield (18), Veal (16) für Würzburg. - Beechum (17), Ensminger (15) für Bamberg. - Zuschauer: 2800
Union Baskets Schwelm - Gießen 46ers 72:86 (40:44)
Beste Werfer: Bond (16), Crooks (12), Gabsys (11), Speier (10) für Schwelm. - Campbell (20), Eidson (20), Anrin (13) für Gießen. - Zuschauer: 2100 (sid)
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







