Dirk Nowitzki steht vor dem größten Erfolg seiner Basketballkarriere, den Sieg der NBA Playoffs. Doch nicht nur Dirk und seine Mavericks wollen den Pokal gewinnen, sondern auch Shaquille O'Neal und die Miami Heat. Wir haben die beiden Superstars der Playoff-Finalisten genauer unter die Lupe genommen und zeigen Ihnen hier die Stärken (+) und Schwächen (-).
Der Center der Miami Heat Shaquille O'Neal trifft von der Freiwurflinie so gut wie nichts. Seine Quote entspricht der eines schlechten Amateurspielers. Er verwandelt 4 von 10 Freiwürfen und wird somit häufig gefoult, um einfache Punkte von ihm zu verhindern.
Diese Körpermasse setzt Shaq perfekt ein und ist unter dem Korb kaum aufzuhalten. Seine Spezialität ist hier ganz klar das "Dunken" (Stopfen) des Balles in den Korb. Kann er sich jedoch nicht unter dem Korb in Position bringen, ist er für seine Mannschaft aufgrund seiner schlechten Wurfqualitäten wertlos.
Nowitziki "dunkt" eigentlich recht selten, obwohl er es auf Grund seiner Körpergröße definitiv häufiger könnte. In der Offensive ist Nowitzki der variabelste Spieler der NBA, er besitzt für seine Größe einen außergwöhnlich guten Wurf von jenseits der 3er-Linie und aus der Mitteldistanz.
Mr. Superman Shaq O'Neil versucht zu häufig, die Punkte alleine zu erzielen und vergisst dabei manchmal seine Mitspieler, die oft besser positioniert sind als er.
Shaq ist nicht nur aufgrund seines Körpers eine tragende Person im Team der Miami Heat, sondern auch wegen seiner Erfahrung. Er spielt seine 14te Saison in der amerikanischen Profiliga und weiß genau, "wie der Hase läuft".
Der Würzburger spielt seine 8te Saison in der NBA und ist bereits jetzt eine lebende Legende in Dallas. Als Nowitzki in die Liga kam, war er ein "nobody" und hat sich von Jahr zu Jahr nach oben gespielt. Auf diesem "steinigen" Weg hat er viel Erfahrung gesammelt, die er nun in den Playoffs als Führungsspieler perfekt einsetzen kann.
Das "Ego" des Startcenters der Miami Heat ist jedoch für einige Mitspieler ein Problem. Aufgrund seiner Erfolge ist Shaq's Selbstbewusstsein so groß, dass sich seine Mitspieler häufig über ihn beschweren und zugleich ähnlich viel persönlichen Freiraum verlangen.
Nowitzki hingegen ist sehr bescheiden und freut sich über jeden Sieg. Für ihn wäre das Gewinnen der Playoffs eine Manschafts- und keine Einzelleistung.
Der sympathische Deutsche kann seinen Vorsprung weiter ausbauen.
Dirk Nowitzki gewinnt diese Gegenüberstellung zwar mit 6:2, doch wer die Trophäe am Ende in den Händen hält ist noch ungewiss. Auch in der NBA ist die Mannschaftsleistung entscheidend.