USA - Italien 78:95 (35:41): Köln: NBA-Stars blamieren sich gegen Italien
zuletzt aktualisiert: 04.08.2004 - 09:25Köln (rpo). Riesen-Blamage statt fantastische Basketball-Show: Bei ihrem ersten Auftritt beim Drei-Nationen-Turnier in Köln hatten die hoch dotierten NBA-Stars aus den USA gegen die Underdogs aus Italien nicht den Hauch einer Chance.
Die US-Profis verloren im Rahmen ihrer Vorbereitung für Olympia in Athen mit 78:95 (35:41) gegen den EM-Dritten Italien und mussten einmal mehr feststellen, dass sie den Nimbus der Unbesiegbarkeit endgültig verloren haben.
Schon bei der WM 2002 hatten die Basketball-Fans Abschied vom einstigen "Dream Team" genommen, als die amerikanische Auswahl nach 58 Siegen gleich drei Niederlagen in Folge kassierte und sich mit einem peinlichen sechsten Platz begnügen musste. Bei den Olympischen Spielen wollen sich die NBA-Profis dafür rehabilitieren. Zuvor kommt es am Mittwoch (20.00 Uhr) beim Highlight des Spektakels in der Kölnarena zum Duell mit Deutschland und NBA-Allstar Dirk Nowitzki von den Dallas Mavericks.
"Italien ist wie ein Team aufgetreten. Wir haben eine junge Mannschaft, die ihre Lektion lernen wird. Jeder, auch in unserem Land, wird registrieren, dass auch andere Länder gute Spieler und Trainer haben", meinte US-Coach Larry Brown nach der Pleite und Superstar Allen Iverson ergänzte: "Das war ein Weckruf für uns. Wir haben verstanden, dass die Olympischen Spiele in Athen kein leichtes Turnier für uns werden."
Bereits in der ersten Halbzeit hatte das US-Team vor 14.821 Zuschauern und den zahlreichen Fans an den Bildschirmen in der Heimat mit einigen Startproblemen zu kämpfen. Dank der zwischenzeitlichen schwachen Trefferquote der Italiener blieb es bei dem fast schon bedenklichen 15-Punkte-Rückstand (20:35). Nichts war zu sehen von den spektakulären Körben, mit denen die NBA-Profis die Fans beim Warmup begeistert hatten. Die Amerikaner taten sich schwer gegen die aggressive Verteidigung der "Azzurri".
Überragender Akteur des Olympia-Teilnehmers Italien in den ersten 20 Minuten war mit 17 Punkten Center Giacomo Galanda, der die US-Defense unter anderem mit seinen "Dreiern" in arge Verlegenheit brachte und seine Ausbeute bis zum Ende auf 28 steigerte. In zahlreichen Szenen bestätigte sich die erste Bestandsaufnahme von US-Coach Larry Brown, der seinen Akteuren zwar exzellente Qualitäten, aber noch keine zufriedenstellende Teamarbeit attestierte.
Stets eine Antwort parat
Gegen Ende der ersten Hälfte kam das US-Team um die Superstars Allen Iverson (Philadelphia 76ers) und Tim Duncan (San Antonio Spurs) besser in Schwung und konnte den Rückstand verkürzen. Doch die Italiener mit ihren gefürchteten Distanzschützen wie Gianluca Basile hatten stets eine Antwort parat. Zudem leisteten sich die Basketball-Millionäre von Übersee zahlreiche Ballverkuste. Bis zum Ende des dritten Viertels konnten die Italiener den vermeindlich übermächtigen Gegner mit konzentriertem Spiel auf Distanz halten. Die Vorentscheidung war mit dem 60:78 (35.) gefallen.
Lediglich Tim Duncan (15 Punkte) und Publikumsliebling Iverson (13 Punkte) vermochten ihre Extraklasse anzudeuten. Bester Werfer war Tarmmelo Anthony mit 19 Punkten. Italien hatte neben Galanda in seinem "Kunstschützen" Basile (25 Punkte) seinen treffsichersten Akteur.
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