Attentat in Hamburg: Box-Promoter Ahmet Öner angeschossen
zuletzt aktualisiert: 26.08.2009 - 08:23Düsseldorf (RPO). Angriff auf offener Straße: Am späten Dienstagabend ist der bekannte türkische Box-Promoter Ahmet Öner in Hamburg angeschossen worden. Ein Projektil traf den 37-Jährigen im Oberschenkel, er wurde noch in der Nacht operiert.
Nach Angaben des "Hamburger Abendblatts" war Öner zu Besuch bei einem türkischen Kaufmann im Stadtteil Borgfelde und wurde danach attackiert. Auf der Internetseite des Boxstalls Arena, dessen Boss Öner ist, heißt es: "Die Täter hatten dem Promoter hinter seinem Auto aufgelauert, wurden dann offenbar durch angehendes Licht auf dem dunklen Parkplatz aufgescheucht. Eine Kugel traf Öner ins linke Bein, bevor er sich mit seinen Begleitern zurück in das Bürogebäude retten und die Polizei rufen konnte."
Ein Projektil soll in der Nacht auf Mittwoch aus dem Bein Öners entfernt worden sein. Der Ex-Profiboxer, der in der Vergangenheit für Aufsehen gesorgt hat, weil er Boxer aus Kuba mit lukrativen Verträgen nach Deutschland lockte, befindet sich eigenen Angaben schon auf dem Wege der Besserung.
"Mir geht es gut. Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert. Wo Erfolg ist, da sind auch Neider. Es war ja nicht der erste Anschlag auf mich, aber das erste Mal, dass mir jemand hinterhältig mit einer Schusswaffe im Dunkeln auflauert. Ich hoffe, dass es auch das letzte Mal war", lässt Öner, der unter anderem den kubanischen Schwergewichtler Juan Carlos Gomez promotet, auf seiner Internetseite verlauten.
Öner wird mehrere Tage im Krankenhaus bleiben müssen. Einen für Mittwoch geplanten Flug nach New York, wo er die Kämpfe seiner beiden kubanischen Boxer Odlanier Solis und Yuriorkis Gamboa am 10. Oktober im Madison Square Garden promoten wollte, sagte er ab.
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