Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
           
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Rheinische Post Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Super-Six-Turnier-Kaempfer-im-Stenogramm_1_49144.jpg
  Foto: ddp
Kommentare ()

Boxer verteidigt seinen WM-Titel: "König Arthur" ist endlich ein Malocher

zuletzt aktualisiert: 15.12.2012 - 10:33

Nürnberg (RPO). Arthur Abraham war für einen Moment sprachlos - das kommt nicht oft vor. Aber ein Lob seines knurrigen Trainers Ulli Wegner noch viel seltener. "Das kenne ich normalerweise gar nicht. Ich weiß nicht, was ich sagen soll", meinte der Box-Weltmeister, nachdem ihm der sonst so strenge Wegner applaudiert hatte.

"Ich muss wirklich sagen, dass sich Arthur voll ins Training reingekniet hat", sagte, oder besser krächzte der 70-Jährige vor der Titelverteidigung gegen den Franzosen Mehdi Bouadla (22.15 Uhr/ARD). Wegner ist ja immer heiser: "Er hat's jetzt begriffen. Arthur hat sehr konzentriert gearbeitet. Man spürt, dass er aus den Erfahrungen gelernt und sich als Sportler entwickelt hat."

An der Klasse des Arthur Abraham gab es im Laufe seiner Karriere nur wenige Zweifel. Der 32 Jahre alte gebürtige Armenier ist ein echter Puncher, der seinen Gegner mit einem einzigen Schlag die Lichter ausknipsen kann. Die Fans lieben solche Boxer.

"Biene" Abraham machte zu wenig Honig

Doch die Einstellung des Weltmeisters im Supermittelgewicht nach Version der WBO war eines echten Champions oft unwürdig. Denn "Biene" Abraham machte viel zu oft Honig. Er umschmeichelte seinen Trainer, lullte ihn ein und drückte sich, wenn es begann, richtig weh zu tun. "Arthur hatte zeitweise nicht die nötige Hingabe für den Sport. Er war sich manchmal seiner Sache einfach zu sicher", sagte Wegner über seinen Schützling mit der Schwäche für schnelle Autos und leckere Bratkartoffeln.

Abraham lebte ein bisschen zu ausgelassen das süße Leben eines Weltmeisters, der in seiner Heimat ein Volksheld ist und wohl Präsident werden könnte, wenn er denn wollte. Und so setzte der Mann, der zwischen 2005 und 2009 das Mittelgewicht beherrschte und als "Blut-Boxer" Anerkennung fand, seine Karriere aufs Spiel. Seinen Trainer, für den "Boxen Willen und nüscht anderes ist", trieb er mit der laschen Einstellung zur Verzweiflung. Doch in den Tagen vor seinem 39. Profikampf präsentiert sich Abraham als gereifter Hallodri: "Als ich noch jünger war, hatte ich auch mal andere Sachen im Kopf", sagte Abraham, "aber umso erfahrener man wird, desto besser versucht man diese Dinge zu machen und weiß, wie ernst der Leistungssport sein kann."

Titel erst im August zurückgeholt

Zehnmal hatte er seinen Titel im Mittelgewicht verteidigt, ehe er 2009 in die nächst höhere Klasse bis 76,203 Kilogramm wechselte und beim Super-Six-Turnier drei bittere Niederlagen kassierte. Danach stand er vor dem Aus. Doch nach zwei gewonnenen Aufbaukämpfen sicherte sich Abraham im August mit einem Punktsieg über Robert Stieglitz seinen Gürtel im Supermittelgewicht.

Mit der Titelverteidigung gegen Bouadla beginnt für Abraham die letzte Phase seiner Karriere. Jetzt soll, muss alles besser werden. "Ich glaube fest daran, dass der Knoten bei Arthur wieder geplatzt ist und er noch einige erfolgreiche Jahre vor sich hat", sagte sein Promoter Kalle Sauerland. Und Abraham meint: "Ich will noch lange Weltmeister bleiben." Dann gibt es bestimmt auch noch öfter ein Lob von seinem knurrigen Trainer.

Quelle: sid/spol
Mehr zu den Themen dieses Artikels

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung. Beachten Sie
dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
MSV rettet sich wohl ins nächste Jahr

MSV Duisburg

MSV rettet sich wohl ins nächste Jahr

Von einem "Sterben auf Raten" war hinter vorgehaltener Hand zu hören. Der MSV Duisburg will ... mehr 

Die Zweifel an Norbert Meier wachsen

Fortuna Düsseldorf

Die Zweifel an Norbert Meier wachsen

Noch hat der Vorstand keine Entscheidung darüber getroffen, ob es auch nach dem Abstieg mit ... mehr 

Videos

Video

Vorgestellt: Nashorn Kibibi aus dem Krefelder Zoo

Kibibi ist zwei Jahre alt und lebt im Krefelder Zoo. Doch lange kann sie dort nicht mehr bleiben, denn ihre Mutter ist erneut schwanger. ... mehr 

BVB muss ohne Götze gegen FC Bayern ran

Mario Götze muss auf das Champions-League-Finale in London gegen den FC Bayern verzichten. Alle Hoffnungen der Dortmunder auf eine ... mehr 

Auf einen Blick
Weitere Sportarten
Bilderserien Sport
 
CL 12/13: BVB-Fans beleidigen Götze nach Final-Absage
CL 12/13: BVB-Fans beleidigen Götze nach Final-Absage
Nach der Absage des Champions-League-Finals in ..
mehr 
Das ist Ken Ilsö
Das ist Ken Ilsö
Wir stellen Ihnen Fortunas feinen Techniker Ken Ilsö vor.
mehr 
Chronologie der Dortmunder Fast-Insolvenz
Chronologie der Dortmunder Fast-Insolvenz
Wir haben die Beinahe-Insolvenz von Borussia ..
mehr 
Fragen und Antworten: Wie komme ich jetzt noch nach Wembley?
Fragen und Antworten: Wie komme ich jetzt noch nach Wembley?
Auf nach Wembley! Das Champions-League-Finale ..
mehr 
Das ist Max Eberl
Das ist Max Eberl
Wir stellen Ihnen Max Eberl, den sportlichen ..
mehr 
 
Anzeige:
Alle Infos zur Formel 1
MEHR

Boxen im Supermittelgewicht

Abraham verteidigt WM-Titel erfolgreich

Arthur Abraham hat seinen WBO-Weltmeistertitel im Supermittelgewicht erfolgreich verteidigt. Der 32 Jahre alte Deutsch-Armenier setzte sich in Nürnberg gegen den Franzosen Mehdi Bouadla durch technischen K.o. in der achten Runde durch. mehr

 
 
 

Trainer sieht seinen Schützling gereift

Abraham "hat's begriffen"

 

Nach K.o.-Niederlage gegen Marquez

Pacquiao will weiterkämpfen

 
Jetzt Fan werden!

Werden Sie jetzt Facebook-Fan von RP ONLINE und verpassen Sie keine News mehr.

Jetzt Facebook-Fan werden von RP ONLINE