DEG: Antons ist zurück in der Heimat
zuletzt aktualisiert: 24.08.2006 - 17:18Düsseldorf (RP). Der 26-Jährige Angreifer bei den DEG Metro Stars hatte zunächst das Vertragsangebot von Manager Lance Nethery abgelehnt. Nicht aus finanziellen Gründen - der gebürtige Düsseldorfer Nils Antons wollte eigentlich wieder studieren.
Eigentlich wollte er gar nicht hier sein. Nils Antons hat lange gezögert, sich viele Gedanken über seine Zukunft gemacht. Als Manager Lance Nethery ihm einen Vertrag bei den DEG Metro Stars in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) angeboten hatte, sagte der 26-Jährige zunächst ab. Dann kam er ins Grübeln. Er hat sich nochmal über den Kader informiert und dann doch zugegriffen. „Als ich die Namen gelesen habe, da war ich wirklich begeistert“, sagt Antons. „Wenn du die Chance hast mit solchen Jungs zu spielen, dann solltest du das nicht ausschlagen.“
Die Alternative zum Engagement bei der DEG wäre die Rückkehr an die Uni gewesen. In Amerika wollte er weiter studieren. In Naturwissenschaften hat er bereits einen Abschluss gemacht, nun wollte er im Bereich Medizin weitermachen. „Für mich gab es immer schon ein Leben neben dem Eishockey. Das ist eine sehr beruhigende Sache“, bekundet der gebürtige Düsseldorfer. „Im Sommer zittere ich nicht, wenn ich keinen Vertrag angeboten bekomme. Es gibt immer noch eine andere Option.“ Mit 16 ist er ausgezogen, in Amerika Eishockey-Profi zu werden. An der University of British Columbia studierte er und stürmte im Eishockey-Team der Uni. Den großen Durchbruch schaffte er nicht. Vor drei Jahren kehrte Antons nach Deutschland zurück. Erst stand er bei den Eisbären Berlin unter Vertrag, später in Hamburg und Iserlohn.
Jetzt eben die Rückkehr zur DEG. Die Rückkehr in seine Heimat Düsseldorf. Dort hat er seine Jugend verbracht. Mit Daniel Kreutzer ist er aufgewachsen, hat mit ihm in den Jugendmannschaften des Klubs gespielt. „Es ist schön wieder da zu sein“, erzählt der Angreifer. „Ich will möglichst erfolgreich mit dem Team sein. Die DEG ist vergangenen Saison Vize-Meister geworden. Da ist das Ziel doch relativ klar. Wir wollen den Titel. Aber erstmal müssen wir in die Play-offs. Schon das wird ganz bestimmt kein Spaziergang.“
Sein Vater wird ihm vermutlich den einen oder anderen Tipp zur Verwirklichung seiner Ziele geben. Immerhin gehörte Heiko Antons als Verteidiger zu den DEG-Meisterteams von 1972 und 1975. „Der Verein hat Leute eingekauft, um sehr gut zu spielen“, sagt Nils Antons. „Alles ist möglich. Wir haben eine gute Verteidigung, wir haben einen guten Angriff. Jetzt müssen wir das nur noch als Team umsetzen.“
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