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Eishockey / Playoff: Das erste Finale - DEG kassiert 1:6-Debakel in Berlin

zuletzt aktualisiert: 13.04.2006 - 21:55

Düsseldorf (rpo). Das war ein Debakel. Die DEG Metro Stars haben das erste Playoff-Finale um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft bei den Eisbären Berlin mit 1:6 (0:1, 1:2, 0:3) verloren. Lange hielt die DEG gut mit, dann spielte Berlin sein Powerplay gnadenlos aus. Düsseldorfs Peter Ferraro kassierte zudem eine weitere Zehnminuten-Strafe und ist damit im zweiten Endspiel am Samstag in Düsseldorf gesperrt.

Die DEG erlebte im ersten DEL-Finale ein 1:6-Debakel.  Foto: rpo, Mark Keppler
Die DEG erlebte im ersten DEL-Finale ein 1:6-Debakel. Foto: rpo, Mark Keppler

Die Eisbären eilen hingegen mit großen Schritten dem erneuten Gewinn der deutschen Eishockey-Meisterschaft entgegen. Der Titelverteidiger ließ den DEG Metro Stars nicht den Hauch einer Chance und benötigt nur noch zwei Siege zum zweiten gesamtdeutschen Titel der Vereinsgeschichte.

Vor 4695 Besuchern sorgte Derrick Walser (15., 33.) und Micki DuPont (35.) für die beruhigende 3:0-Führung der klar dominierenden Gastgeber. Nach dem Anschlusstreffer durch Jeff Tory (37.) standen die häufig zu undisziplinierten Düsseldorfer im Schlussdritte auf verlorenem Posten. Denis Pederson (43.), Kelly Fairchild und Christoph Gawlik (beide 45.) machten alles klar.

"Der Auftaktsieg war sehr wichtig für uns, nach dem ersten Tor lief es. Aber die Serie ist noch lang, und wir haben erst den ersten Schritt getan", sagte Eisbären-Stürmer Pederson. DEG-Coach Don Jackson gibt das Finale trotz der deutlichen Niederlage noch lange nicht verloren: "Meine Mannschaft hat sehr viel stolz und wird garantiert zurückschlagen. Am Samstag werden wir ein völlig anderes Spiel sehen."

Bereits im zweiten Spiel am Samstag an der Düsseldorfer Brehmstraße (18.30 Uhr/LIVE!-Ticker) können sich die Eisbären mit einem Auswärtssieg drei "Matchbälle" erarbeiten. Doch die Statistik dürfte die Berliner warnen. Bislang wurden acht von elf DEL-Finals von den Mannschaften gewonnen, die zunächst auswärts antraten.

Die Gäste erwischten den besseren Start. Vier Tage nach ihrem fünften Halbfinale gegen die Kölner Haie waren die Rheinländer wacher als die Eisbären, die neun Tage Pause seit ihrem letzten Spiel gegen Hannover überbrücken mussten. Bis zur achten Minute hatte Berlins Schlussmann Tomas Pöpperle ein halbes Dutzend Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Sein Gegenüber Andrei Trefilow musste bis dato nur einen Schuss parieren.

Doch die Düsseldorfer brachten die Hausherren durch zahlreiche Undiszipliniertheiten ins Spiel. Bis zur ersten Sirene kassierte die DEG bereits vier Zweiminuten-Strafen sowie eine zehnminütige Disziplinarstrafe gegen Peter Ferraro. Berlin gewann an Sicherheit und sorgte fortan für mehr Gefahr vor dem DEG-Kasten, die Führung durch Walser kam nicht überraschend.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts ließ das Tempo zunächst etwas nach. Berlin konzentrierte sich auf seine Defensivarbeit, so dass erneut die Gäste das erste Ausrufezeichen setzte. Thomas Jörg verpasste mit dem Bauerntrick nur um Zentimeter den Ausgleich (25. ), und Tore erzielten weiter nur die Hausherren. Erneut Walser mit seinem vierten Playoff-Tor sowie sein Verteidiger-Kollege Micki DuPont sorgten binnen 108 Sekunden für ein bequemes Polster. Dabei nutzte DuPont eine Überzahl der Eisbären, als Craig Johnson nach einem Frustfoul auf der Strafbank gesessen hatte.

Düsseldorf steckte nicht auf und hätte nach Torys Anschlusstreffer (37.) nur 20 Sekunden später das Spiel wieder völlig offen gestalten können. Doch Chris Schmidt traf nur den Pfosten, so dass die Mannschaft von Trainer Pierre Page mit einem Zweitore-Vorsprung in den Schlussabschnitt ging.

Dort handelten sich die Gäste erneut schnell zwei Strafen ein und kassierten in Unterzahl zwei weitere Treffer. Nur 15 Sekunden nach dem 5:1 durch Fairchild sorgte Gawlik für den Endstand.


Statistik:

Eisbären Berlin - DEG Metro Stars 6:1 (1:0, 2:1, 3:0)
Tore
: 1:0 Walser (14:54), 2:0 Walser (32:33), 3:0 DuPont (34:21), 3:1 Tory (36:06), 4:1 Pederson (42:11), 5:1 Fairchild (44:14), 6:1 Gawlik (44:29)
Schiedsrichter: Looker (USA)
Zuschauer: 4695
Strafminuten: Berlin 10 - Düsseldorf 18 plus Spieldauerdisziplinar (Peter Ferraro)
Playoff-Stand: 1:0


 
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