Kommentar: DEG auf dem Weg ins Desaster
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 20.12.2004 - 09:08Düsseldorf (RP). Frohe Weihnachten! Was wollten die DEG Metro Stars in dieser Saison nicht alles erreichen: „Um die Meisterschaft mitspielen“, hieß die Parole, die Trainer und Manager Mike Komma vor Saisonbeginn ausgegeben hatte. Und jetzt dümpeln die Düsseldorfer in den Niederungen der Deutschen Eishockey Liga herum, sind der Abstiegszone inzwischen näher als den Play-off-Plätzen. Da wird die Stimmung unterm Weihnachtsbaum einfach grandios sein...
Für die Klubführung - namentlich Aufsichtsratschef Joachim Suhr, der das alleinige Sagen hat - ist besonders bitter, dass es im Grunde keine Optionen zum Handeln mehr gibt. Von Komma hat sich der Klub schließlich schon vor fast einem Vierteljahr getrennt, somit Trainer wie Manager in einem Handstreich abgelöst. Und jetzt? Kommas Nachfolger Butch Goring auch noch entlassen? Eine absurde Vorstellung. Spieler hinauswerfen? Klingt angesichts der zuletzt gebotenen Leistungen verlockend, bringt aber nichts, da weder genügend Geld für Neueinkäufe vorhanden noch ein geeignetes Spielerangebot auf dem Markt ist.
Die Hoffnung auf eine Verstärkung aus der nordamerikanischen Profiliga NHL ist trügerisch, da die Konkurrenz sich aus der Masse der ausgesperrten Profis eher noch stärker bedienen könnte als die Düsseldorfer, die nur noch eine Ausländerlizenz frei haben. Zurzeit sieht es so aus, dass die DEG geradewegs in die sportliche wie (angesichts des Zuschauer-Rückgangs) wirtschaftliche Katastrophe steuert. Frohe Weihnachten!
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