Eisbären auf Finalkurs: DEL: Frankfurt Lions gleichen aus
zuletzt aktualisiert: 28.03.2004 - 16:55Ingolstadt/Frankfurt (rpo). Während die Berliner Eisbären in den Playoffs der DEL unbeeindruckt Siege einfahren, haben die Frankfurt Lions im zweiten Halbfinale gegen die Hamburg Freezers ausgeglichen.
Vorrundenprimus Eisbären Berlin steuert im Eiltempo auf die Endspielserie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zu. Die Berliner gewannen auch das zweite Halbfinale beim Überraschungsteam ERC Ingolstadt 4:1 (1:0, 2:1, 1: 0) und kann nach dem 6:3 zum Auftakt am Freitag bereits am Dienstag mit einem weiteren Erfolg im heimischen Wellblechpalast den Finaleinzug perfekt machen.
Dagegen glichen die Frankfurt Lions im anderen Halbfinale zum 1:1 in der "best of five"-Serie aus. Nach dem 1:3 im ersten Spiel gewannen die Hessen die zweite Partie auf eigenem Eis 4:1 (1:0, 2: 1, 1:0) und haben damit mindestens noch ein weiteres Heimspiel am Freitag.
4681 Zuschauer in der ausverkauften Saturn-Arena in Ingolstadt sahen eine zu jedem Zeitpunkt überlegene Berliner Mannschaft. "Sie spielen das, was sein muss, haben ein unglaubliches Potenzial und Selbstvertrauen", meinte Bundestrainer Hans Zach, der die Partie in Ingolstadt von der Tribüne aus verfolgte, bei Premiere: "Ingolstadt hat bisher eine sehr gute Saison gespielt. Aber es hat den Anschein, dass der Tank bei ihnen etwas leer ist."
Mark Beaufait hatte den Eisbären mit seinem Treffer in der achten Minute einen Start nach Maß verschafft. Schon im ersten Abschnitt verpassten die Berliner bei 13:3 Torschüssen eine deutlichere Führung. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich durch Glen Goodall (25.), sorgten Darryl Shannon (27.) und David Roberts (29.) mit einem Doppelschlag für die Vorentscheidung. Im Schlussdrittel sorgte Denis Pederson (43.) für den Endstand.
"Die Berliner wurden in den Playoffs noch gar nicht richtig gefordert, mussten ihre Kampfkraft noch gar nicht in die Waagschale werfen", meinte Zach: "Das sieht im Finale sicher anders aus. Vor allem die Frankfurter könnten als Finalgegner sehr unbequem werden, wenn sie die gleiche Leistung abrufen könnten, wie in der Serie gegen uns." Im Viertelfinale hatten die Hessen den von Zach trainierten Vizemeister Kölner Haie ausgeschaltet.
Gegen Hamburg meldeten sich die Lions nach der Auftakt-Niederlage mit einer starken Leistung in der Serie zurück. Der frühe Führungstreffer durch Dwayne Norris gab den Gastgebern vor 7000 Zuschauern in der ausverkauften Eishalle am Bornheimer Hang die nötige Sicherheit. Ein Stolperer von Peter Ratchuk ermöglichte den Norddeutschen in Unterzahl den Ausgleich durch Dave Tomlinson (29.), Jason Young (34.) und David Sulkovsky (38.) schossen aber schon bis zur zweiten Drittelpause eine verdiente Zwei-Tore-Führung heraus, ehe erneut Norris (56.) für den Schlusspunkt sorgte.
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