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Frankfurt Lions - Eisbären Berlin 5:2 (3:1, 0:1, 2:0): DEL: Frankfurt Lions schlagen zurück

zuletzt aktualisiert: 10.04.2004 - 21:08

Frankfurt (rpo). Die Eisbären Berlin haben im zweiten Playoff-Finale der DEL ihre erste Niederlage in der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft einstecken müssen. Nach einer kämpferisch bravourösen Leistung glichen die Frankfurt Lions in der "Best-of-five-Serie" zum 1:1 aus.

Die Hessen entschieden das Spiel 5:2 (3:1, 0:1, 2:0) nach hartem Kampf für sich. Durch die Pleite können die Berliner nicht wie erhofft bereits am Ostersonntag den ersten Titelgewinn seit der DDR-Meisterschaft 1988 feiern, sondern müssen auf jeden Fall am Freitag noch einmal in Frankfurt antreten.

Die 7000 Zuschauer in der ausverkauften Eissporthalle sahen zwei Tage nach der 2:5-Niederlage der Hessen im ersten Final-Duell eine furiose Anfangsphase mit vier Treffern innerhalb von knapp fünf Minuten. Der Kanadier Mike Harder brachte die Gastgeber zunächst in Führung (2.), doch Florian Keller gelang nur wenige Sekunden später der Ausgleich (3.). Noch in der gleichen Minute erzielte David Gosselin die erneute Führung für die Lions, die Michael Bresagk mit seinem Treffer ausbaute (5.).

Frankfurt zuhause ungeschlagen

Die Hausherren, die in den laufenden Playoffs auf heimischem Eis weiter ungeschlagen sind und für die der Finaleinzug bereits der größte Erfolg der Vereinsgeschichte bedeutet, überzeugten im ersten Drittel vor allem durch ihre aggressive Spielweise sowie hohe Laufbereitschaft. Das Team von Trainer Rich Chernomaz drängte die Eisbären über weite Strecken in die Defensive und ging mit der verdienten Führung in die erste Pause.

Im zweiten Abschnitt konnten sich die Berliner mit zunehmender Spieldauer vom Druck der Frankfurter, die im vergangenen Jahr sportlich abgestiegen und nur aufgrund des wirtschaftlich bedingten DEL-Ausstiegs der Schwenninger Wild Wings in der ersten Liga geblieben waren, befreien und kamen durch den Nils Antons (26.) zum Anschlusstreffer. Die Gäste hatten zudem vor der zweiten Pause noch zahlreiche Möglichkeiten zum Ausgleich.

Letzte Drittel auf der Kippe

Das letzte Drittel war hart umkämpft. Die Eisbären drängten auf das Unentschieden, und die Gastgeber mobilisierten die letzten Kräfte, um den Erfolg über die Zeit zu bringen. In zwei Überzahlsituation sorgten die Kanadier Dwayne Norris (51.) und Patrick Lebeau (55.) mit ihren Treffern für die Entscheidung.

Trotz der schnellen und aggressiven Spielweise beider Teams war die Partie nicht überhart. Die Spieler agierten über weite Strecken sehr diszipliniert. Schiedsrichter Gerhard Lichtnecker (Lenggries) musste 23 Strafminuten gegen Berlin und 24 gegen Frankfurt aussprechen. Lediglich der Berliner Micki DuPont erhielt wegen eines Stockfouls eine Spieldauerdisziplinarstrafe und fehlt den Eisbären in der kommenden Begegnung.


STATISTIK:

Frankfurt Lions - Eisbären Berlin 5:2 (3:1, 0:1, 2:0)

Tore: 1:0 Harder (1:12), 1:1 Keller (2:04), 2:1 Gosselin (2:27), 3:1 Bresagk (4:13), 3:2 Antons (25:54), 4:2 Norris (50:40), 5:2 Lebeau (54:09). -

Schiedsrichter: Lichtnecker (Lenggries)

Zuschauer: 7000 (ausverkauft)

Strafminuten: Frankfurt 24 - Berlin 23 plus Spieldauerdisziplinar (DuPont).

Playoff-Stand: 1:1

Grenzenloser Jubel bei den frankfurter Löwen.  Foto: RPO
Grenzenloser Jubel bei den frankfurter Löwen. Foto: RPO
Foto
Berlins Steve Walker, links, und Frankfurts Paul Stanton im Kampf um die Deutsche Meisterschaft. Foto: RPO

 
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