Mannheim patzt: DEL: Haie verpassen Rückkehr an Tabellenspitze
zuletzt aktualisiert: 23.01.2005 - 21:21Neuss (rpo). Die Kölner Haie haben am Sonntag gepatzt und im Spitzenspiel der 40. Runde gegen die Frankfurt Lions mit 1:3 (0:0, 1:1, 0:2) verloren. Damit gelang der Mannschaft von Hans Zach die Rückkehr an die am Freitag gegen die Nürnberg Ice Tigers verlorenen Tabellenspitze nicht.
Der achtmalige Meister liegt weiter zwei Punkte hinter den spielfreien Nürnbergern des neuen Bundestrainers Greg Poss zurück.
Nur einen Zähler dahinter folgt der ERC Ingolstadt, der beim 4: 3 (1:0, 2:2, 1:1) gegen die DEG Metro Stars den fünften Sieg im sechsten Spiel feierte. Platz vier vor Meister Frankfurt festigten die Eisbären Berlin durch ein 3:2 (2:1, 0:1, 1:0) beim Aufsteiger EHC Wolfsburg. DEL-Rekordmeister Adler Mannheim patzte gegen die Krefeld Pinguine 1:2 (0:1, 1:0, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen. Den entscheidenden Penalty verwandelte Ivo Jan.
Zwei Punkte im Kampf um einen Playoff-Platz sicherten sich die Hamburg Freezers durch einen 5:4 (1:0, 3:2, 0:2, 1:0)-Auswärtssieg nach Penaltyschießen bei den Iserlohn Roosters. Die Sauerländer müssen nach der 22. Saisonniederlage wieder auf die Playdown-Ränge schauen. Der Tabellenvorletzte Kassel Huskies liegt nach dem 2:0 (0: 0, 1:0, 1:0)-Erfolg gegen die Augsburger Panther nur noch fünf Punkte zurück.
Vor 7000 Zuschauern brachte Nationalspieler Sebastian Furchner die Kölner in Frankfurt durch einen umstrittenen Treffer in Führung (26.). Trotz heftiger Proteste der Hessen, die ein Schlittschuhtor gesehen hatten, entschied Schiedsrichter Thomas Schurr nach Ansicht der Videobilder auf 0:1. Doch der Ex-Kölner Dwayne Norris (37.), Patrick Lebeau (44.) und Michael Hackert (60.) drehten die Partie noch zu Gunsten der Gastgeber.
NHL-Star Marco Sturm brachte Ingolstadt gegen die DEG bereits in der siebten Minute in Führung. Nach den Düsseldorfer Treffern durch Eric Dandenault (26.) und Thomas Jörg (29.) sorgten Craig Ferguson (36.), Glen Goodall (40.) und Martin Jiranek (45.) für den Sieg der Bayern. Die Eisbären führten nach einem Doppelschlag durch Marc Beaufait (8.) und Steve Walker (9.) in Wolfsburg bereits früh 2:0. Doch Petr Smrek (17.) und Xavier Delisle (36.) sorgten für den Ausgleich des DEL-Neulings. Rob Shearer (41.) brachte den Berliner Sieg unter Dach und Fach.
Ein Nachspiel hat die 2:7-Pleite der Frankfurter vom Freitag in Nürnberg für Nationalspieler Martin Reichel. Spätestens am Dienstag berät der DEL-Disziplinar-Ausschuss über die Konsequenzen für den 165-maligen Auswahlspieler, der zunächst Hauptschiedsrichter Ulf Rönnmark aus Schweden schubste und anschließend Linienrichter Mathias Ruß (Wasserburg) zu Fall brachte.
"So ein Verhalten können wir nicht akzeptieren. Hier ist eine Grenze überschritten worden", sagte der DEL-Schiedsrichterbeauftragte Stefan Trainer. Reichel, der ansonsten den Ruf eines fairen Sportlers genießt, entschuldigte sich bereits telefonisch bei Ruß. "Mir sind einfach die Nerven durchgegangen", sagte der Stürmer.
Unterstützung erhält der 31-Jährige von seinem Klub. "Er hat den Linienrichter nicht geprügelt", so Manager Lance Nethery. Doch ausgerechnet hier gehen die Meinungen auseinander. Stefan Trainer hat "eher einen Faustschlag" gesehen.
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