Hauptstädter behalten zu Hause weiße Weste: DEL: Köln erlebt Debakel in Berlin - Schlägerei in Hamburg
zuletzt aktualisiert: 26.10.2003 - 17:25Berlin (rpo). Jede Menge los war am 16. Spieltag der Deutschen Eishockey-Liga (DEL). Die Kölner Haie erlebten bei den Eisbären Berlin ein regelrechtes Debakel. Im Spiel der Hamburger Freezers gegen die Krefelder Pinguine gab es einen Massenschlägerei.
Die Berliner Eisbären behielten jedenfalls in der eigenen Halle ihre weiße Weste. Der Tabellenführer feierte am Sonntag seinen achten Heimsieg im achten Heimspiel und schickte die enttäuschenden Kölner Haie, die zuletzt 13 von 15 möglichen Punkten geholt hatten, mit 5:0 (1:0, 3:0, 1:0) nach Hause. Die Frankfurt Lions verloren ihren Platz direkt hinter den Eisbären an Hamburg. Die Hessen unterlagen am Sonntag bei den DEG Metro Stars vor 6500 Zuschauern 2:3 (1:0, 1:0, 0:2) nach Penalty-Schießen. Der Tabellen-Dritte Hamburg Freezers bezwang die Krefeld Pinguine 5:2 (2:0, 2:0, 1:2). Das Spiel stand nach einer Massenschlägerei nach der zweiten Drittel-Pause vor dem Abbruch.
Vor 12 439 Zuschauern waren die Krefelder dem Hexenkessel in der Hamburger Color Line Arena nicht gewachsen. Negativer Höhepunkt des stimmungsvollen 5:2 (2:0, 2:0, 1:2) der Gastgeber war das Strafzeiten-Festival nach dem zweiten Drittel. Schiedsrichter Roland Aumüller verhängte insgesamt 144 Strafminuten. Nach der Massenschlägerei hagelte es acht Zehn-Minuten-Strafen, verteilt auf beide Teams. Sogar ein vorzeitiges Ende drohte.
Überragende Spieler in Berlin waren vor 4695 Zuschauern der US- Nationalspieler David Roberts und Torhüter Oliver Jonas, der sich vor den Augen des Haie- und Nationaltrainers Hans Zach für den Deutschland-Cup vom 7. bis 9. November in Hannover empfahl. Abgesehen vom fehlerlosen Torhüter konnten sich die Berliner auf ihr besseres Überzahl-Spiel verlassen. Roberts eröffnete nach drei Minuten den Torreigen im ausverkauften Wellblechpalast. Ihm folgten Denis Pederson, Robert Leask, Yvon Corriveau, und Brad Bergen. Die enttäuschenden Kölner schafften auch in sieben Überzahl-Perioden kein Tor.
Die Metro Stars konnten ihren in Kassel vorerst gestoppten Vormarsch zu Hause auf eigenem Eis fortsetzen, nachdem sie nach 0:2-Rückstand schon wie der sichere Verlierer ausgesehen hatten. 1000 Frankfurter Fans, die mit einem Sonderbus angereist waren, gingen im Eishockey-Karneval am Rhein mit ihrem Team unter. Den entscheidenden Penalty verwandelte Daniel Kreutzer. DEG-Ersatztorhüter Alexander Jung wuchs über sich hinaus, hielt vier der fünf Penaltys und sicherte seinem Team den Erfolg.
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