11. Spieltag: DEL: Mannheimer Siegesserie gerissen
zuletzt aktualisiert: 23.10.2004 - 09:59Neuss (rpo). Der deutsche Meister Frankfurt Lions hat sich in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) am Freitag mit einem Kraftakt zurückgemeldet, die beeindruckende Siegesserie von Südwest-Rivale Adler Mannheim ist dagegen zu Ende gegangen.
Beim 4:3 (0:1, 0:2, 3:0, 1:0) im Top-Spiel gegen die Kölner Haie drehte das Team von Lions-Coach Rich Chernomaz im Schlussdrittel ein bereits verloren geglaubtes Spiel, schaffte trotz eines 0:3-Rückstandes noch den fünften Sieg und bleibt mit 15 Punkten Siebter.
Die Haie konnten trotz der Niederlage mit 25 Zählern dennoch ein wenig Boden auf Spitzenreiter Mannheim (28) gutmachen. Denn der fünfmalige Titelträger unterlag nach acht Siegen in Folge den Krefeld Pinguinen 2:4 (1:2, 1:2, 0:0).
Hinter dem Spitzenduo bleibt der ERC Ingolstadt (23) Tabellendritter trotz eines 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) nach Penaltyschießen gegen die DEG Metro Stars. Damit bescherten die Rheinländer ihrem neuen Trainer Butch Goring zum 55. Geburtstag den zweiten Erfolg.
Die Eisbären Berlin verpassten durch eine 4:5 (2:0, 0:1, 2:3, 0:1)-Niederlage nach Penaltyschießen bei Aufsteiger EHC Wolfsburg den Sprung auf den vierten Tabellenplatz und mussten nach zuletzt vier Siegen aus fünf Partien einen Rückschlag wegstecken.
Siegreich waren die Hamburg Freezers mit 3:2 (2:0, 1:0, 0:2) bei den Iserlohn Roosters. Im Kellerduell behielten die Augsburger Panther durch einen Treffer von Torsten Fendt (9.) mit 1:0 (1:0, 0: 0, 0:0) gegen die Kassel Huskies die Oberhand.
Haie verspielen 3:0-Führung
3:0 führten die Kölner durch Sebastian Furchner (16.), Alexander Hicks (39.) und Tino Boos (40.) nach zwei Dritteln, doch Marc Beaucage (41.), Joseph Murphy (44.) und Pat Lebeau (50.) schafften in zehn Minuten die Wende. Im Penaltyschießen sorgte Michael Hackert für den viel umjubelten Sieg der Hessen.
Ohne Trainer, aber wieder mit Engagement präsentierten sich die Krefelder vor 5.700 Zuschauern im Mannheimer Friedrichspark. John Tripp (3.) brachte die Gastgeber früh in Führung, doch dann drehten die Rheinländer auf. Robert Guillet (8.) und Scott King (13. ) noch vor der Drittelpause sowie Steve Brule (23.) im zweiten Durchgang schafften die Wende. Nach dem Anschlusstor von Jochen Hecht (37.) ließ erneut King (40.) den als Interimscoach eingesprungenen Sportlichen Leiter Franz Fritzmaier jubeln.
In Ingolstadt war Matt Herr im Penaltyschießen der Matchwinner. Zuvor hatten Craig Ferguson (25.) und Andy McDonald (36.) für die Gastgeber getroffen, für die DEG waren in der regulären Spielzeit Herr (29.) und Patrick Reimer zur Stelle (30.). Den Hamburger Sieg in Iserlohn schossen indes Jürgen Rumrich (6.), Robert Francz (7.) und Brad Purdie (30.) heraus, die Tore der Gastgeber durch Kevin Mitchell (49.) und Mike Martin (59.) waren zu wenig.
Die Eisbären führten bei Aufsteiger Wolfsburg durch Treffer von Steve Walker (4.) und Rob Shearer (15.) schon 2:0. Petr Smrek (34.) leitete die Aufholjagd ein, Xavier Delisle (41.), Roman Veber (44.) und Ivan Ciernik (51.) brachten die Gastgeber im Schlussdrittel gar mit 4:2 in Führung, ehe Shwan Heins (57.) und Walker (59.) nochmals die Wende schafften. Den entscheidenden Penalty verwertete der Wolfsburger Ladislav Karabin.
Die Tabelle:
1. Adler Mannheim 12 10 2 51:28 28
2. Kölner Haie 11 8 3 38:27 25
3. ERC Ingolstadt 12 7 5 35:25 23
4. Hamburg Freezers 12 7 5 27:27 21
5. Nürnberg Ice Tigers 10 7 3 43:22 20
6. Eisbären Berlin 11 6 5 34:34 20
7. Frankfurt Lions 11 5 6 40:36 15
8. Krefeld Pinguine 13 5 8 29:46 15
9. EHC Wolfsburg 11 5 6 29:35 14
10. DEG Metro Stars 12 5 7 32:39 14
11. Augsburger Panther 11 4 7 29:38 13
12. Kassel Huskies 12 4 8 30:42 12
13. Iserlohn Roosters 11 4 7 25:31 11
14. Hannover Scorpions 11 3 8 25:37 9
STATISTIK ZU DEN SPIELEN:
Iserlohn Roosters - Hamburg Freezers 2:3 (0:2, 0:1, 2:0). - Tore: 0:1 Rumrich (5:06), 0:2 Francz (6:32), 0:3 Purdie (29:02), 1: 3 Mitchell (48:42), 2:3 Martin (58:59). - Schiedsrichter: Schütz (Moers). - Zuschauer: 3.305. - Strafminuten: Iserlohn 6 plus 10 Disziplinar (Lysak) - Hamburg 14 plus 10 Disziplinar (Manning)
ERC Ingolstadt - DEG Metro Stars 2:3 (0:0, 2:2, 0:0, 0:1) n.P. - Tore: 1:0 Ferguson (24:10), 1:1 Herr (28:24), 1:2 Reimer (29:59, Penalty), 2:2 McDonald (35:27), 2:3 Herr (Penalty). - Schiedsrichter: Henriksson (Finnland). - Zuschauer: 4.091. - Strafminuten: Ingolstadt 8 - Düsseldorf 16
Adler Mannheim - Krefeld Pinguine 2:4 (1:2, 1:2, 0:0). - Tore: 1:0 Tripp (2:28), 1:1 Guillet (7:29), 1:2 King (12:17), 1:3 Brule (22:36), 2:3 Hecht (36:40), 2:4 King (39:06). - Schiedsrichter: Awizus (Berlin). - Zuschauer: 5.700. - Strafminuten: Mannheim 15 plus Spieldauerdisziplinar (Hecht, Kelly) - Krefeld 21 plus Spieldauerdisziplinar (Wright)
Augsburger Panther - Kassel Huskies 1:0 (1:0, 0:0, 0:0). - Tore: 1:0 Fendt (8:22). - Schiedsrichter: Schurr (Bad Wörishofen). - Zuschauer: 4.063. - Strafminuten: Augsburg 12 - Kassel 16
Frankfurt Lions - Kölner Haie 4:3 (0:1, 0:2, 3:0, 1:0) n.P. - Tore: 0:1 Furchner (15:23), 0:2 Hicks (38:49), 0:3 Boos (39:19), 1: 3 Beaucage (40:22), 2:3 Murphy (43:49), 3:3 Lebeau (49:08), 4:3 Hackert (Penalty). - Schiedsrichter: Lichtnecker (Lenggries). - Zuschauer: 6.800. - Strafminuten: Frankfurt 24 - Köln 31 plus Spieldauerdisziplinar (Hicks)
EHC Wolfsburg - Eisbären Berlin 5:4 (0:2, 1:0, 3:2, 1:0) n.P. - Tore: 0:1 Walker (3:30), 0:2 Shearer (14:58), 1:2 Smrek (33:54), 2:2 Delisle (40:43), 3:2 Veber (43:25), 4:2 Ciernik (50:49), 4:3 Heins (56:42), 4:4 Walker (58:41), 5:4 Karabin (Penalty). - Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg). - Zuschauer: 2.523. - Strafminuten: Wolfsburg 8 - Berlin 16
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