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27. Spieltag der DEL: DEL: Proteste beim 4:2 gegen Hamburg

zuletzt aktualisiert: 12.12.2003 - 21:51

Neuss (rpo). Die Eisbären Berlin behaupteten die Tabellenführung in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), verärgerten aber dennoch ihre Fans. Beim 4:2 (1:0, 1:1, 2:1)-Sieg gegen die Hamburg Freezers protestierten die Anhänger gegen erhöhte Eintrittspreise bei Topspielen und verließen für zehn Minuten die Halle.

Am Ende feierten die Eisbären-Fans dennoch den 19. Saisonsieg und einen Drei-Punkte-Vorsprung vor Verfolger Frankfurt Lions.

Die Hessen, die nun 56 Zähler auf dem Konto haben, setzten sich gegen den direkten Konkurrenten Nürnberg Ice Tigers mit 6:3 (3: 0, 2:1, 1:2) durch und damit weiter vom Tabellendritten Kölner Haie (48) ab, der am Donnerstag 3:4 nach Penaltyschießen bei den Augsburger Panthern verloren hatte. Um die Playoff-Teilnahme wieder zittern müssen die DEG Metro Stars (43), die mit 0:6 (0:0, 0:4, 0: 2) gegen die Iserlohn Roosters die zweite Heimniederlage in Folge kassierten. Zuvor hatten die Düsseldorfer acht Spiele in Serie an der heimischen Brehmstraße gewonnen.

Den Rückstand auf die achtplatzierten Rheinländer konnten die Kassel Huskies (36) indes nicht verkürzen. Die Nordhessen, die am Nachmittag noch die Verpflichtung des US-Amerikaners Josh DeWolf vermeldet hatten, blamierten sich auf eigenem Eis mit 0:2 (0:1, 0: 0, 0:1) gegen den Abstiegskandidaten Hannover Scorpions. Für die Niedersachsen war es der erste Sieg nach zuletzt elf Pleiten in Folge. Mit 24 Punkten beträgt der Rückstand des Tabellenvorletzten auf die Konkurrenten Iserlohn und Krefeld Pinguine (je 35) weiter elf Zähler.

In Berlin brachte Steve Walker die Eisbären früh in Führung (2. ). Nach dem Ausgleich durch Shane Peacock (34.) erzielte David Roberts das 2:1 (38.). Zu diesem Zeitpunkt hatten 1000 Fans bereits die Halle verlassen, um gegen den Topzuschlag von fünf Euro für Stehplatzkarten zu protestieren. Zum Schlussdrittel kehrten die Eisbären-Anhänger zurück und sahen den erneuten Ausgleich durch Brad Purdie (54.) sowie den Siegtreffer von Roberts (57.) und das 4: 2 durch Robert Leask (60.).

In Frankfurt führten die Lions vor 5900 Fans nach zwei Dritteln durch Tore von Martin Reichel (3.), Michael Hackert (5.), Jesse Belanger (17.), Jason Young (22.) und Peter Ratchuk (31.) bereits mit 5:1. Robert Tomik (46.) und Konstantin Firsanow (48.) gestalteten im Schlussabschnitt das Ergebnis etwas freundlicher für Nürnberg. Den Schlusspunkt setzte Belanger (58.).

In Düsseldorf sahen 6023 enttäuschte Fans die höchste Heimniederlage der DEG seit fast drei Jahren (0:7 gegen Mannheim am 4. März 2001). Chris Bartolone (24.), Rob Sandrock (24.), Collin Danielsmeier (31.), Jason Cipolla (36.), Roland Verwey (46.) und Matt Higgins (60.) trafen für die Iserlohner, die bereits am vergangenen Sonntag mit 6:0 gegen Schlusslicht Wölfe Freiburg ein Schützenfest gefeiert hatten.

 

 

Beim Rückspiel müssen die Pinguine beweisen, dass sie besser Fußballspielen können als die Kicker Eishockey.  Foto: RPO
Beim Rückspiel müssen die Pinguine beweisen, dass sie besser Fußballspielen können als die Kicker Eishockey. Foto: RPO

 
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