Deutsche Eishockey Liga: Bei der DEG läuft es rund
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 10.12.2009 - 14:17Düsseldorf (RP). Die Heimbilanz der Eishockey-Profis kann sich sehen lassen, das Lazarett lichtet sich. Jetzt wollen sie auch in Iserlohn (heute, 19.30 Uhr) und zu Hause gegen Kassel (Sonntag, 18.30 Uhr) punkten – gegen unbequeme Gegner.
Gute Nachrichten gibt's zurzeit reichlich bei der DEG. Zum Beispiel die, dass Nachwuchsstürmer Diego Hofland, ein gebürtiger Niederländer, nach fünfmonatigem Ringen endlich seinen deutschen Pass und damit die Voraussetzung für die Spielgenehmigung in der Deutschen Eishockey Liga erhalten hat. Oder die, dass gestern zum ersten Mal in dieser Saison alle Mitglieder des Kaders fit zum Eistraining bereitstanden. Lediglich Verteidiger Marco Nowak fehlte – dies freilich nicht wegen einer Verletzung, sondern wegen seiner Teilnahme an der U20-Weltmeisterschaft in Frankreich.
Manche Nachricht ist sogar so gut, dass sie selbst die DEG-Verantwortlichen nicht glauben können. So löste die Feststellung von Klubmitarbeiter Stefan Sporken, die Metro Stars seien das zweitheimstärkste Team der Liga, fast lippensynchron zweifelnde Kommentare von Manager Lance Nethery ("Wie soll das denn gehen?") und Trainer Harold Kreis ("Was? Das kann ich mir nicht vorstellen") aus.
Doch tatsächlich ist die DEG besser als ihr Ruf: Mit 28 Punkten aus 13 Heimspielen machte sie den ISS Dome zu einer Festung. Nur die Eisbären Berlin (28 Zähler aus zwölf Partien) waren zum Zeitpunkt, als Sporken seine Statistik erstellte, daheim noch stärker. Dass Mannheim mit dem 3:2 über Krefeld am Dienstagabend die Punkte Nummer 27 bis 29 aus allerdings bereits 14 Spielen sammeln würde, konnte er da ja noch nicht ahnen.
So schlecht sind die Voraussetzungen also nicht, wenn sich am Sonntag um 18.30 Uhr die Kassel Huskies in Rath vorstellen. "Und gegen die haben wir ohnehin noch etwas gutzumachen", sagt Kreis – nachvollziehbar, denn gegen die Nordhessen hat die DEG in Vorbereitung (1:3) und Meisterschaft (0:1 und 3:4) alle drei Saisonpartien verloren. In Kassel kann der Coach nach mehr als achtwöchiger Verletzungspause wieder mit Stürmer Martin Hinterstocker rechnen, der einen Riss des Syndesmosebandes im Sprunggelenk auskuriert hat. "Martin arbeitet wie ein Tier", sagt Nethery anerkennend. "Er ist ein echtes Vorbild. Aber auch er muss sich nach so langer Pause erst einmal zurück kämpfen."
Heute Abend um 19.30 Uhr treten die Düsseldorfer allerdings erst einmal bei den Iserlohn Roosters an. Eine Partie, der Harold Kreis mit gemischten Gefühlen entgegensieht: "Das war immer ein schwieriges Stadion für uns. Wir müssen vor allem diszipliniert spielen, uns von der Strafbank fernhalten." Und weil die Sauerländer ihre Stärken vor allem im Angriffsspiel haben, hat Kreis seine Truppe in dieser Woche viel Defensivarbeit trainieren lassen. Schaden kann's nicht.
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