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DEL-Finale, Spiel 4: Berlin ist Meister - DEG-Traum geplatzt

VON ANDRÉ SCHAHIDI - zuletzt aktualisiert: 15.04.2009 - 21:48

Düsseldorf (RPO). Die Eisbären Berlin sind Deutscher Eishockey-Meister 2009. Durch einen 4:2 (0:1, 1:1, 3:0)-Sieg im vierten Finalspiel bei der Düsseldorfer EG feierte die Mannschaft von Trainer Don Jackson den vorzeitigen Titelgewinn nach einem 0:2-Rückstand im Mitteldrittel. Es ist bereits der vierte Titel für die Eisbären in den vergangenen fünf Jahren.

Zunächst machte der Titelverteidiger jedoch den Eindruck, erstmals in diesen Play-offs, als hätte er nicht ganz begriffen, worum es ging. Die Berliner nahmen dumme Strafzeiten, machten viele Fehler. Diese fabrizierten die Düsseldorfer zwar auch, vor allem in eigener Überzahl, doch die Rot-Gelben kämpften mit Herz und Leidenschaft um ihre Titelchance.

Es war der erste Treffer von Adam Courchaine, der den Akteuren der DEG den Glauben an das Entscheidungsspiel brachte. Vorher wirkte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis nervös, hatte Glück, als Richie Regehr nach einem Konter nur die Latte traf.

Doch nach Courchaines wunderschöner Einzelleistung brannten die Metro Stars ein Offensivfeuerwerk ab. Im Minutentakt nahmen die Düsseldorfer Eisbären-Keeper Rob Zepp unter Beschuss. Und das nicht nur im ersten Drittel ­ nach der Pause griff die DEG weiter an.

Info

Düsseldorfer EG - Eisbären Berlin 2:4 (1:0, 1:1, 0:3)

Tore: 1:0 Courchaine (12:19), 2:0 Courchaine (31:29), 2:1 Mulock (32:46), 2:2 Walker (40:53), 2:3 Roach (47:42), 2:4 Robinson (51:07)
Schiedsrichter: Aumüller (Planegg), Schimm (Waldkraiburg)
Zuschauer: 13.376 (ausverkauft)
Strafminuten: Düsseldorf 12 - Berlin 20
Play-off-Stand: 1:3, damit Berlin zum vierten Mal deutscher Meister nach 2005, 2006 und 2008

Courchaine hätte per Penalty erhöhen könnten, doch er vergab. Nicht so in Unterzahl Mitte des Spiels, als er den Puck mit der Rückhand in den Winkel setzte. Die Schiedsrichter gaben den Treffer nach Sichtung der Fernsehbilder. Das bereits zwölfte Play-off-Tor des jungen Kanadiers. Insgesamt jedoch zu wenig für die DEG, die zwei Drittel lang weit über dem Limit spielte ­ und dafür am Ende die bittere Quittung bezahlte.

Die Eisbären sind eine abgezockte, routinierte Mannschaft. Nach Tyson Mulocks unhaltbarem Anschlusstreffer übernahmen die Berliner mehr und mehr die Initiative. Nach einer Schwalbe von Marc Beaufait profitierte Steve Walker in der folgenden Überzahl ­ er fälschte zum Ausgleich ab.

Danach ging alles ganz schnell. Im nächsten Überzahlspiel hämmerte Andy Roach den Puck unter die Latte. Und spätestens, als Jamie Storr ziellos durch seinen Torraum irrte, gab es keinen Zweifel mehr.

Die DEG hatte sich in den Play-offs nicht nur einmal nach einem Rückstand in die Partie zurückgekämpft. Doch gegen die Eisbären war es einfach ein Rückstand zu viel. Nach 16 hochdramatischen Play-off-Spielen ist der Meistertraum für die Düsseldorfer EG beendet. Die 13376 Fans im ISS Dome feierten ihr Team dennoch wie einen Titelträger. Und das mit Recht.


Eishockey, DEL, Vor-Play-offs (best of five):

EHC Wolfsburg (7.) - Augsburger Panther (10.) 1:2, 4:1, 1:0, 4:3 n.V. - Play-off-Stand: 3:1

Hamburg Freezers (8.) - Frankfurt Lions (9.) 3:4, 1:2, 2:1, 2: 1 n.V., 4:2. - Play-off-Stand: 3:2

Play-off-Viertelfinale (best of seven):

Eisbären Berlin (1.) - Hamburg Freezers (8.) 5:3, 3:2 n.V., 7: 2, 4:1. - Play-off-Stand: 4:0

Hannover Scorpions (2.) - EHC Wolfsburg (7.) 2:1, 2:3 n.V., 2: 3, 4:3 n.V., 4:3, 2:0. - Play-off-Stand: 4:2

Düsseldorfer EG (3.) - Krefeld Pinguine (6.) 2:3, 4:3 n.V., 1: 2, 5:4 n.V., 2:1, 3:4, 5:0. - Play-off-Stand: 4:3

Adler Mannheim (4.) - Nürnberg Ice Tigers (5.) 5:0, 3:5, 3:2, 2:1, 5:2. - Play-off-Stand: 4:1

Play-off-Halbfinale (best of five):

Eisbären Berlin (1.) - Adler Mannheim (4.) 4:0, 1:6, 4:0, 6:4. - Play-off-Stand: 3:1

Hannover Scorpions (2.) - Düsseldorfer EG (3.) 5:2, 2:4, 6:3, 3:4 n.V., 1:3. - Play-off-Stand: 2:3

Finale (best of five):

Eisbären Berlin (1.) - Düsseldorfer EG (3.) 3:2, 1:3, 5:1, 4: 2. - Playoff-Stand: 3:1


 
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