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Düsseldorfer EG: DEG findet auch gegen Krefeld keine Mittel

VON ROMAN GROMBACH - zuletzt aktualisiert: 26.12.2012 - 20:43

Düsseldorf (RPO). Die Düsseldorfer Eishockeyprofis unterliegen den Pinguinen aus der Seidenstadt klar mit 2:5. Nach dem Misserfolg im Straßenbahnderby bleibt die DEG abgeschlagen Tabellenletzter. Es war bereits die neunte Niederlage in Serie.

Am zweiten Weihnachtsfeiertag gehört ein Spieltag in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mittlerweile für viele Fans einfach dazu. Für den Großteil der 6033 Zuschauer am Mittwoch im Dome, gab es allerdings nur wenig Festliches zu sehen. Zu schwach und handzahm präsentierte sich ihre Düsseldorfer EG gegen den Nachbarn aus Krefeld und unterlag deutlich mit 2:5 (1:2, 0:2, 1:1). Es war im insgesamt sechsten Derby der Saison gegen die Pinguine sowie die Kölner Haie die bereits sechste Niederlage.

Lerneffekt bleibt aus

Zwischen den beiden Heimspielen gegen die Krefelder lagen gerade einmal 16 Tage. Eine durchaus bescheidene Ansetzung seitens der Ligaleitung, der es nicht gelang, einen ausgewogenen Spielplan zu erstellen. Doch dessen ungeachtet setzte bei der DEG trotz der noch frischen Erinnerung keinerlei Lerneffekt ein.

Wie schon bei der 1:4-Niederlage vor gut zwei Wochen spielte die DEG zu harmlos gegen den starken KEV. Das zu Beginn der Spielzeit von den Fans noch gefeierte, harte und konsequente Körperspiel wurde bei der DEG merklich zurückgefahren und wird in Begegnungen wie gestern nun schmerzlich vermisst. Zu deutlich ist der Qualitätsunterschied, wenn es nur ums Spielerische geht.

Info

Statistik

DEG: Goepfert (Linda) - Ebner, Gödtel; Paris, Zanetti; Klingsporn, Henry; Rome, Martinsen, Kreutzer; Ridderwall, Turnbull, Bostrom; Hofland, Mondt, Preibisch; Woidtke, Martens, Fischbuch.

Tore: 0:1 (6:42) Driendl (Pavlikovsky, Ehrhoff), 1:1 (12:58) Paris (Rome, Martinsen), 1:2 (17:25) Courchaine (Verwey, Meyers), 1:3 (21:28) Methot (Robar, Voakes), 1:4 (26:20) Voakes (Courchaine, Methot; 5-4), 2:4 (51:01) Bostrom (Turnbull, Ridderwall), 2:5 (55:15) Methot (Voakes, Akdag).

Schiedsrichter: Oswald (Kaufbeuren), Lenhart (Kassel)

Zuschauer: 6033

Strafminuten: DEG 12, Krefeld 16.

Nach vielen Sperren und Strafen durch die DEL, scheinen die Düsseldorfer Profis, ob gewollt oder ungewollt, diszipliniert worden zu sein. Zudem gibt der sportliche Leiter Walter Köberle zu bedenken, dass "derzeit das Selbstvertrauen fehlt. Bei so einem mentalen Problem ist es schwer sein eigenes Spiel durchzuziehen."

Resultat davon war ein lange Zeit emotionsloses und schwaches Straßenbahnderby, dass die Krefelder klar dominierten, allerdings ohne glänzen zu müssen. Die frühe Führung durch Andreas Driendl egalisierte dessen Mitspieler Adam Courchaine zunächst, als er einen Schuss von Drew Paris ins eigene Gehäuse abfälschte. Doch der Ex-DEG-Akteur, den Köberle nicht mehr wollte, traf kurz darauf auch auf der anderen Seite und stellte so den Pausenstand von 1:2 aus Sicht der Gastgeber her.

Goepfert bleibt in der Kabine

Deren zweimal bezwungener Stammtorhüter Bobby Goepfert kehrte aufgrund eines Magen-Darm-Infekts nicht mehr aus der Kabine zurück. Seinen Posten nahm Nachwuchsgoalie Björn Linda ein, was Cable Guy Andreas Driendl dazu veranlasste seinen Mitspielern - für die Fernsehzuschauer des Senders Servus TV hörbar – zu raten, ab jetzt mehr zu schießen. Doch es war nicht unbedingt dieses Rezept was den Gästen zu weiteren Treffern verhalf. Viel mehr waren es gelungene Kombinationen die zum einen Francois Methot und zum anderen Mark Voakes erfolgreich abschlossen.

Linda, der nach drei Einsätzen für die Kölner Haie, erstmals für die DEG in der DEL auflief, machte seine Sache dennoch ordentlich und bewahrte seine Mannschaft vor einem höheren Rückstand. Das Tor von Justin Bostrom machte die Begegnung im letzten Spielabschnitt etwas enger, doch Methot stellte umgehend den alten Abstand her und sorgte so gleichzeitig für den Endstand.

Der Weg der DEG, die es erneut verpasste für Werbung in eigener Sache zu sorgen, führt nun nach Niederbayern. In Straubing soll der nächste Versuch unternommen werden, das Selbstvertrauen wieder herzustellen.

Quelle: seeg/url

 
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