DEL: DEG holt nach 3:0 doch nur zwei Punkte
VON ARNE NEUWERK - zuletzt aktualisiert: 24.09.2009 - 21:56Hannover (RP). Hannover schien ein gutes Pflaster für die DEG zu bleiben. Exakt 170 Tage nach dem Sieg im entscheidenden fünften Halbfinalspiel um die Deutsche Eishockey-Meisterschaft gegen die Scorpions führte die Mannschaft von Trainer Harold Kreis gestern Abend bei den Niedersachsen schon mit 3:0 - am Ende aber hieß es nur 4:3 nach Penaltyschießen.
Zwei Drittel lang schien eine ganz andere DEG auf dem Eis zu stehen als in den bisherigen Partien. Vielleicht war es ja die Gardinenpredigt von Manager Lance Nethery nach der Heimpleite gegen Straubing, die die DEG-Profis aufrüttelte. Verteidiger Korbinian Holzer, der seinem Kollegen Ryan Caldwell den Puck maßgerecht zum 0:1 auflegte, wollte das zumindest nicht ausschließen: „Es war ein Denkanstoß für jeden, nicht mehr und nicht weniger.”
Dass seine Mannschaft die Partie in Hannover mit einem sehr kleinen Kader von nur 15 Feldspielern angehen musste, störte Holzer im übrigen gar nicht: „Das macht uns nichts. Wenn man drei oder vier Leute weniger dabei hat, dann gibt eben jeder ein paar Prozent mehr.”
STATISTIK:
Hannover Scorpions - Düsseldorfer EG 3:4 (0:2, 0:1, 3:0, 0:1)
Tore: 0:1 Caldwell (7:01), 0:2 MacDonald (15:57), 0:3 Collins (30: 01), 1:3 Mondt (44:24), 2:3 Reiß (53:15), 3:3 Cottreau (58:01), 3:4 Courchaine (Penalty). - Schiedsrichter: Piechaczek
Zuschauer: 3557
Strafminuten: Hannover 8 - Düsseldorf 12
Im Fall der Metro Stars waren es gestern lange Zeit sogar etliche Prozent. Sie zeigten sich engagiert, diszipliniert und zielstrebig. Zahlenmäßig drückte sich das schließlich auch aus, als zunächst Craig MacDonald und im zweiten Drittel dann Rob Collins nach Vorarbeit von Daniel Kreutzer auf 0:3 erhöhten. Es war der 450. Scorerpunkt für Kapitän Kreutzer in der Deutschen Eishockey Liga und dabei der 350. im Dress der DEG. Deren Manager zeigte sich in der Pause vor dem Schlussdrittel sehr zufrieden. „Wir arbeiten und kämpfen deutlich mehr als in den ersten sechs Spielen”, analysierte Nethery.
Im letzten Abschnitt änderte sich das Bild jedoch total. Wahrscheinlich fehlte dem kleinen DEG-Aufgebot nun doch die Kraft oder die hohe Führung hatte das Team zu sicher gemacht. Auslöser war der Treffer zum 1:3, den Mondt dem bis dahin starken Jean-Sébastien Aubin in den Kasten setzte. Der Scorpions-Stürmer stocherte die Scheibe im Nachsetzen über die Linie, Andre Reiß verkürzte neun Minuten später auf 2:3.
Es wurde noch einmal ganz spannend und dann schoss Ben Cottreau Hannover während einer Strafzeit gegen Jason Holland sogar in die Verlängerung. Adam Courchaine sicherte mit seinem verwandelten Penalty zwar noch den Zusatzpunkt für die Kreis-Truppe nach dem Spielverlauf war das Ergebnis aber doch eine leise Enttäuschung.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







