Düsseldorfer EG: DEG öffnet sich für Investor
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 27.11.2012 - 08:18Düsseldorf (RP). Eine nüchterne Bestandsaufnahme im Spätherbst des Jahres. Die Düsseldorfer EG rangiert auf dem 13. und damit vorletzten Platz in der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL). Zu Heimspielen des 1935 gegründeten Vereins kommen im Schnitt nur 4300 Zuschauer in den im Stadtteil Rath gelegenen Dome. Man könnte an dieser Stelle bereits zwei Striche machen und zu einem recht eindeutigen Ergebnis kommen – Eishockey in Düsseldorf trägt nicht mehr für die ganz große Bühne.
Doch damit würde man jenen Unrecht tun, die aktuell versuchen, die DEG neu zu positionieren. Der achtmalige Deutsche Meister will wieder eine Marke der Stadt werden, nicht so groß wie die derzeit alles überstrahlende Fortuna, aber deutlich wahrnehmbar. Dazu wurde eine Mannschaft zusammengestellt, die viele Möglichkeiten zur Identifikation bietet – unabhängig vom sportlichen Ertrag.
Doch bislang ist es nicht gelungen, die neue Leidenschaft für die alte Marke auch Sponsoren so schmackhaft zu machen, dass sie auch bereit wären, in einem stattlichen Maß Gelder zu investieren. Rund 1000 Firmen seien in den vergangenen Monaten als potenzielle Sponsoren kontaktiert worden. "Es gab einige vielversprechende Gespräche", sagt Arndt Rautenberg vom Wirtschaftssanierer RölfsPartner, der einst Borussia Dortmund erfolgreich umkrempelte. "Wir sind aber nicht zu konkreten Abschlüssen gekommen." Zur Sicherung des Etats für die kommende Spielzeit fehlen noch immer 2,4 Millionen Euro. Bis spätestens 15. Februar muss es verbindliche Zusagen geben, sonst droht in Düsseldorf endgültig das Licht auszugehen. "Die Geschichte der DEG ist noch längst nicht zu Ende geschrieben", sagt Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp. "Wir müssen nun auch die mit ins Boot holen, die bisher noch mit einem Engagement zögern."
Diesbezüglich hat der Verein seine anfängliche Zurückhaltung gegenüber verschiedenen Investitionsmodellen aufgegeben. Durchaus denkbar sei, stellte nun Schmellenkamp klar, dass ein Unternehmen als Investor bei der Düsseldorfer EG einsteigt und damit auch direkten Einfluss auf die Entwicklung nehmen könnte. "Wir brauchen kleine und große Hilfe", sagt er. "Ein Neuaufbau braucht einfach Zeit."
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