Deutsche Eishockey Liga (DEL): DEG verliert erneut mit 4:7
VON PATRICK SCHERER UND ROBERT NEUMANN - zuletzt aktualisiert: 10.10.2010 - 18:21Straubing (RP). Die DEG Metro Stars entwickeln sich mehr und mehr zur Schießbude der Deutschen Eishockey Liga (DEL): Nach dem 4:7 gegen Iserlohn am Freitag setzte es gestern erneut eine 4:7 (1:4, 1:1, 2:2)-Pleite, diesmal bei den Straubing Tigers.
Die Gäste gingen "Am Pulverturm" zwar durch Kapitän Daniel Kreutzer in Führung, doch dann kassierten sie vier Gegentore in Folge. Besonders bitter: Beim 2:1 durch Justin Mapletoft war die DEG in Überzahl – bereits das sechste Gegentor, das die Mannschaft von Trainer Jeff Tomlinson in dieser Saison mit einem Mann mehr auf dem Eis schlucken musste.
Der Coach hatte seiner etatmäßigen Nummer eins, Jean-Sébastien Aubin, nach seinen Patzern gegen Iserlohn wieder das Vertrauen geschenkt, doch dem Torwart brachte das noch keine Sicherheit. Der 33-jährige Kanadier strahlte keine Sicherheit aus, patzte beim 1:4 von Eric Meloche. Der Mann, den sonst so gutes Stellungsspiel auszeichnet und der deshalb von sich sagt: „Wenn ich mich im Tor viel bewegen muss, habe ich das Spiel nicht richtig gelesen“, war in Straubing richtiggehend zappelig.
STATISTIK:
Straubing Tigers - Düsseldorfer EG 7:4 (4:1, 1:1, 2:2)
Tore: 0:1 Kreutzer (4:01), 1:1 Hahn (5:59), 2:1 Mapletoft (8:15), 3:1 Röthke (14:49), 4:1 Meloche (15:57), 4:2 Beechey (28:32), 5:2 Röthke (37:17), 6:2 Corazzini (41:32), 6:3 Nowak (55:04), 6:4 Reimer (55:40), 7:4 Goren (59:26)
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)
Zuschauer: 4414
Strafminuten: Straubing 8 - Düsseldorf 0
Allerdings half ihm seine Abwehr auch nicht, die den Gegenspielern oft nur Geleitschutz gab, anstatt sie zu attackieren. Bitter war zudem, dass die Chancenverwertung erneut mangelhaft war. In Durchgang zwei traf zwar wieder zuerst die DEG – Tyler Beechey war erfolgreich – doch dann vergab Simon Danner eine Großchance und den daraus resultierenden Konter nutzte René Röthke mit seinem zweiten Treffer zum 5:2 ab.
Trainer Tomlinson zog aus der vergebenen Chance von Danner und der unterirdischen Leistung von Assistenzkapitän Rob Collins Konsequenzen, setzte die beiden Angreifer im Schlussabschnitt auf die Bank und zog Martin Hinterstocker in die erste Sturmreihe zu Kreutzer und Patrick Reimer. Es zeigte wenig Wirkung. Dass Carl Corazzini noch im Sitzen sein allererstes Saisontor erzielen durfte, passte da ins aus Düsseldorfer Sicht desaströse Bild.
Marco Nowaks erstes Saisontor und Reimers Treffer zum 4:6 beantwortete Lee Goren mit dem 7:4 ins leere Tor. Dass war Gegentor Nummer 44 Gegentore im elften Spiel, das sind exakt vier Gegentreffer pro Partie. Die DEG ist die Schießbude der Liga und Straubing nutzte das, um sich die Tabellenspitze zu sichern. Davon sind die Metro Stars als Vorletzter, punktgleich mit Schlusslicht Köln, meilenweit entfernt.
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