Deutsche Eishockey Liga: DEG verliert schwaches Derby
zuletzt aktualisiert: 28.10.2007 - 21:19Düsseldorf (RPO). Die DEG Metro Stars haben eines der schwächsten Derbys in der Geschichte gegen die Kölner Haie verloren. Im Penalty-Schießen kassierten die Düsseldorfer in der Kölnarena eine 0:1-Pleite. In der regulären Spielzeit sowie in der Verlängerung waren vor 18.355 Zuschauern keine Tore gefallen.
Allerdings gab es nach dem Rheinderby hitzige Diskussionen. Nachdem Sebastian Furchner die Haie mit dem dritten Kölner Penalty in Führung gebracht hatte, musste Patrick Reimer für die DEG treffen. Der Düsseldorfer Angreifer schoss aber zunächst Haie-Goalie Travis Scott an.
Schiedsrichter Christian Oswald pfiff das Match daraufhin vorschnell ab und signalisierte mit ausgebreiteten Armen deutlich "kein Tor". Der Puck allerdings befand sich zu diesem Zeitpunkt immer noch in der Luft. Und das Unglaubliche geschah: Die Scheibe setzte hinter Scott wieder auf, sprang an den Pfosten und kullerte über die Linie. Der Kölner Keeper hatte mit der Situation da bereits abgeschlossen und machte keine Anstalten mehr, zu reagieren.
Trotz wütender Proteste der Gäste blieb der Unparteiische bei seiner Entscheidung. Die DEG will nach ersten Informationen keinen Einspruch einlegen.
In unserer morgigen Eishockey-Kolumne werden wir in aller Ausführlichkeit auf den "Derby-Skandal" eingehen.
Es war das erste Spiel der Saison ohne Treffer während der regulären 60 Minuten, zuletzt hatte es dies am 23. März beim Erfolg der Kölner im vierten Play-off-Viertelfinalspiel gegen den ERC Ingolstadt gegeben. Die DEG bleibt in der Tabelle mit 30 Punkten vor dem Erzrivalen (29).
Untersessen eroberten die Eisbären Berlin am 17. Spieltag die Tabellenführung. Der Vizemeister siegte mühelos bei den Straubing Tigers mit 4:1 (2:0, 1:0, 1:1) und zogen aufgrund der besseren Tordifferenz an den punktgleichen Frankfurt Lions (beide 37) vorbei. Die Hessen, die bereits zwei Spiele mehr absolviert haben, verloren bei den Iserlohn Roosters 0:2 (0:1, 0:1, 0:0) und blieben erstmals in dieser Saison ohne Torerfolg. Der Tabellendritte Nürnberg Ice Tigers (32) musste eine überraschende 1:3 (1:1, 0:1, 0: 1)-Niederlage beim Drittletzten ERC Wolfsburg hinnehmen.
Erste Niederlage für Draisaitl
Derweil hat Ex-Nationalspieler Peter Draisaitl im zweiten Spiel als Coach der Füchse Duisburg (7) seine erste Niederlage hinnehmen müssen. Zwei Tage nach dem 5:4 nach Verlängerung gegen den ERC Wolfsburg unterlag das Tabellenschlusslicht DEL-Rekordmeister Adler Mannheim (24) 2:3 (0:1, 1:1, 1:1).
Unterdessen haben die Hannover Scorpions (28) die Siegesserie von Ingolstadt (29) gestoppt. Die Mannschaft von Ex-Bundestrainer Hans Zach gewann gegen die zuletzt fünfmal siegreichen Panther 4:1 (2:0, 1:1, 1:0). Ebenfalls den Kontakt wahrten die Hamburg Freezers (29) durch das 4:2 (2:1, 0:1, 2:0) bei den Krefeld Pinguinen.
Den Berliner Sprung an die Tabellenspitze ermöglichten zweimal Deron Quint (5./54.), Tobias Draxinger (10.) und Denis Pederson (21. ) bei einem Gegentor von Eric Chouinard (53.). Frankfurts Niederlage bei den nun sechsmal in den letzten sieben Spielen siegreichen Roosters besiegelten Jimmy Roy (7.) und Collin Danielsmeier (22.). Nürnberg war durch Brian Swanson (9.) in Führung gegangen, Mark Kosick (13.), Christoph Höhenleitner (33.) und Tony Voce (60.) drehten die Partie.
Das Derby in Köln wurde stark von der Taktik geprägt. Die beiden von Personalsorgen geplagten Teams überzeugten vor allem durch starke Defensivreihen und gute Torwartleistungen. Sebastian Furchner verwandelte schließlich den entscheidenden Penalty für die Haie.
Mannheims Tore in Duisburg erzielte Francois Methot (18.), Jason Jaspers (27.) und Michael Hackert (52.), für die Füchse waren Adam Courchaine (32.) und Peter Höghardh (41.) erfolgreich.
Hannovers Treffer steuerten Mike Green (5.), Chris Bright (16. ), Eric Nickulas (29.) und Tino Boos (43.) bei, für Ingolstadt traf nur Yorick Treille (26.).
STATISTIK:
Hannover Scorpions - ERC Ingolstadt 4:1 (2:0, 1:1, 1:0)
Tore: 1:0 Green (4:26), 2:0 Bright (15:00), 2:1 Treille (25:05), 3: 1 Nickulas (28:41), 4:1 Boos (42:08)
Schiedsrichter: Looker (USA)
Zuschauer: 4109
Strafminuten: Hannover 16 - Ingolstadt 12
Füchse Duisburg - Adler Mannheim 2:3 (0:1, 1:1, 1:1)
Tore: 0:1 Method (17:17), 0:2 Jaspers (26:43), 1:2 Courchaine (31:52), 2:2 Högardh (40:24), 2:3 Hackert (51:55)
Schiedsrichter: Schütz (Moers)
Zuschauer: 2500
Strafminuten: Duisburg 16 - Mannheim 14
Kölner Haie - DEG Metro Stars 1:0 (0:0, 0:0, 0:0, 0:0, 1:0) n. P.
Tore: 1:0 Furchner (Penalty)
Schiedsrichter: Oswald (Bad Wörishofen)
Zuschauer: 18.355
Strafminuten: Köln 18 - Düsseldorf 20 plus 10 Disziplinar (Stephens)
Iserlohn Roosters - Frankfurt Lions 2:0 (1:0, 1:0, 0:0)
Tore: 1:0 Roy (6:49), 2:0 Danielsmeier (21:23)
Schiedsrichter: Schimm (Waldkraiburg)
Zuschauer: 3048
Strafminuten: Iserlohn 12 - Frankfurt 21 plus Spieldauerdisziplinar (Marshall)
Krefeld Pinguine - Hamburg Freezers 2:4 (1:2, 1:0, 0:2)
Tore: 1:0 Vasiljevs (0:33), 1:1 Brandner (5:58), 1:2 Alexander Barta (13:38), 2:2 Seliwanow (28:39), 2:3 Alexander Barta (48:52), 2:4 Schnitzer (59:48)
Schiedsrichter: Reichert (Lindau)
Zuschauer: 2356
Strafminuten: Krefeld 14 - Hamburg 12
Straubing Tigers - Eisbären Berlin 1:4 (0:2, 0:1, 1:1)
Tore: 0:1 Quint (4:57), 0:2 Draxinger (9:23), 0:3 Pederson (20:59), 1:3 Chouinard (52:22), 1:4 Quint (53:19)
Schiedsrichter: Hascher (Miesbach)
Zuschauer: 4448
Strafminuten: Straubing 18 plus 10 Disziplinar (Meloche) - Berlin 16
EHC Wolfsburg - Sinupret Ice Tigers Nürnberg 3:1 (1:1, 1:0, 1:0)
Tore: 0:1 Swanson (8:18), 1:1 Kosick (12:31), 2:1 Höhenleitner (32:08), 3:1 Voce (59:09)
Schiedsrichter: Kurmann (Schweiz)
Zuschauer: 1917
Strafminuten: Wolfsburg 21 plus Spieldauerdisziplinar (Swanson) - Nürnberg 31 plus 10 Disziplinar (Polaczek) plus Spieldauerdisziplinar (Brown)
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