Metro Stars richten sich neu aus: Köberle soll DEG-Manager werden
VON GIANNI COSTA UND PATRICK SCHERER - zuletzt aktualisiert: 24.01.2012 - 11:10Düsseldorf (RPO). Bei der Düsseldorfer EG geht die Neuausrichtung des Vereins weiter. Nach Informationen unserer Redaktion wird die Zusammenarbeit mit Lance Nethery als Sportlicher Leiter nicht verlängert. Eine Trennung ist bereits in dieser Woche möglich. Als Nachfolger wird der Teammanager gehandelt.
Hinter den Kulissen bei der Düsseldorfer EG wird kräftig an der Zukunft des Vereins gewerkelt. An diesem Donnerstag will der Klub aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) erklären, wie er sich das konkret vorstellt. Nach Informationen unserer Redaktion ist es bereits beschlossene Sache, dass Manager Lance Nethery nicht daran beteiligt sein wird. Aus dem Umfeld des Vereins heißt es, möglicherweise könne der Vertrag mit dem Kanadier schon in dieser Woche "in beiderseitigem Einverständnis" aufgelöst werden. Vorausgegangen war ein Signal von Nethery, jede Entscheidung der neuen Führung zu akzeptieren.
Der Noch-Manager ist schon jetzt weitestgehend isoliert worden. Die operativen Geschicke des Klubs führt wieder Geschäftsführer Elmar Schmellenkamp, er hat zuletzt auch mit den Spielern die erfolglosen Gespräche über neue Verträge geführt. Nethery war darin schon nicht mehr eingebunden. "Mit mir hat noch keiner geredet", sagt der 54-Jährige auf Anfrage. "Ich bin mit allem einverstanden. Es ist eine komische Situation - auf dem Eis steht meine Mannschaft, ich glaube an ihren sportlichen Erfolg. Aber ich muss mich natürlich auch mit anderen Dingen beschäftigen. Wenn jemand meint, er möchte einen anderen Weg gehen, dann ist das absolut in Ordnung." Nethery ist vor sechs Jahren zur DEG gekommen, um mit finanziell großzügigen Mitteln eine Top-Mannschaft zusammenzustellen.
Gute Chancen für "Mister DEG"
In der neuen Saison wird die Kunst darin liegen, fast ohne Geld eine halbwegs vernünftige Gruppe zu formen, die nicht zur Lachnummer der Liga wird. Als aussichtsreichster Kandidat auf die Nachfolge von Nethery gilt "Mister DEG" - Walter Köberle. Der 63-Jährige, seit 1971 beim Verein beschäftigt, kümmert sich aktuell als Teammanager um alle organisatorischen Belange. Köberle gilt als in der Szene gut vernetzt, hat allerdings noch nie in dieser Funktion gearbeitet - schon gar nicht unter diesen erschwerten Bedingungen. "Es ist vieles möglich", sagt Köberle. "Ich höre mir die Vorstellungen von allen Beteiligten an. Dann wird man sehen, wie und was gefordert ist."
Bei einer anderen Personalie ist auch mit einer Entscheidung innerhalb der nächsten zwei Wochen zu rechnen: Bleibt Trainer Jeff Tomlinson oder geht er? Der 41-Jährige ist in seiner zweiten Saison bei den Metro Stars an der Bande: "Es ist nur fair gegenüber den interessierten Vereinen, so bald wie möglich ein Ergebnis zu präsentieren."
Tomlinson spricht neben der DEG mit zwei weiteren Klubs aus der DEL - die Ice Tigers, die schon Patrick Reimer und Marco Nowak abgeworben haben, gelten wiederum als besonders interessiert. "Nürnberg ist definitiv dabei. Der andere Klub möchte nicht genannt werden und das respektiere ich", sagt er. Eine Unterschrift unter einen Vertrag habe er noch nicht gesetzt. Tomlinson wünscht sich: "Ich hoffe, es kommt zu den Treffen innerhalb der nächsten zehn Tage, damit ich eine Entscheidung fällen kann." Nicht nur die DEL ist eine Option für den Kanadier. "Ich könnte mir auch vorstellen, in Nordamerika zu arbeiten."
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