Amerikanische Rockmusik, Sternenbanner, Nationalhymne - der Auftritt der Los Angeles Kings bei ihrem Gastspiel in der Hamburger o2-World geriet von Anfang an zu einer großen Show.
Dass die Eishockey-Cracks der Hamburg Freezers aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) das Testspiel gegen ihren übermächtigen Rivalen aus der nordamerikanischen Profiliga NHL am Ende eines offenen Schlagabtausches mit 4:5 (2:2, 1:2, 1:1) verloren, störte am Ende niemanden.
Die Freezers machten am Dienstagabend einen Ausflug in eine andere Eishockey-Welt. Beim Duell gegen die Kings durften sich die norddeutschen Kufen-Cracks vor 10.152 Zuschauern mit den ganz Großen ihrer Zunft messen - und hielten dabei über weite Strecken richtig gut mit.
Die Kings spielten in ihrem letzten Test vor dem Saisonauftakt am Freitag in Stockholm gegen die New York Rangers abgezockt und geduldig und ließen sich auch vom zwischenzeitlichen 2:3-Rückstand durch Aubin (32.) nicht aus der Ruhe bringen.
Die Mannschaft um die hoch bezahlten Superstars Anze Kopitar (6,4 Millionen Dollar Jahresgehalt), Mike Richards (6,6 Mio.) und Drew Doughty (7 Mio.) machte keinen Hehl daraus, dass sie in diesem Jahr nur ein Ziel hat: die erste Meisterschaft.
Auch die Adler Mannheim kamen in den Genuss, gegen einen NHL-Klub zu spielen. Zu Gast in Mannheim waren die Buffalo Sabres mit Jochen Hecht, der einst in Mannheim spielte. Beim 8:3-Erfolg seiner Mannschaft saß Hecht wegen einer Gehirnerschütterung allerdings auf der Tribüne.
Nationalspieler Christian Ehrhoff, der im Juli in Buffalo einen mit 40 Millionen Dollar dotierten Zehn-Jahres-Vertrag unterschrieben hatte, trug sich mit einem seiner gefürchteten Schlagschüsse von der blauen Linie in die Torschützenliste ein.
Die weiteren Treffer für das kaum geforderte US-Team erzielten Tyler Ennis (2), Luke Adam, Brad Boyes, Thomas Vanek, Jason Pominville und Ville Leino.