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DEL-Playoff-Finale Eisbären Berlin - Adler Mannheim
  Foto: dpa, Sebastian Kahnert
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Finale in der Deutschen Eishockey-Liga: Sechster Titel – Berlin jetzt Rekordmeister

zuletzt aktualisiert: 24.04.2012 - 21:39

Berlin (RPO). Die Eisbären Berlin bleiben nach einer nervenaufreibenden Finalserie das Maß aller Dinge im deutschen Eishockey. Die Hauptstädter gewannen in einem packenden Showdown gegen die Adler Mannheim ihren sechsten Meistertitel und krönten sich damit zum alleinigen DEL-Rekordchampion. Der Titelverteidiger gewann das fünfte und entscheidende Spiel gegen den Erzrivalen mit 3:1 (0:1, 1:0, 2:0).

Doppelten Grund zur Freude hatte Jubilar Sven Felski, der nach seinem 1000. Spiel für die Eisbären im goldenen Konfettiregen zum Toten-Hosen-Hit "An Tagen wie diesen" noch einmal den Silberpott in die Höhe stemmen durfte. "Die Serie war ganz eng, ich bin brutal stolz auf die Truppe. Wir freuen uns unglaublich, Meister geworden zu sein", sagte der 37-Jährige.

Felski war an allen sechs Meistertiteln seines Klubs in den vergangenen acht Spielzeiten beteiligt. "Der hat schon graue Haare auf dem Rücken und holt hier nochmal das Ding, das ist unglaublich", sagte Verteidiger Jens Baxmann über den "Bürgermeister". Für Trainer Don Jackson war es der vierte Titel.

Info

Statistik

Eisbären Berlin - Adler Mannheim 3:1 (0:1, 1:0, 2:0)

Schiedsrichter: Brüggemann/Piechaczek (Iserlohn/Finning)

Tore: 0:1 Arendt (13:53), 1:1 Tallackson (33:10), 2:1 Olver (44:16), 3:1 Talbot (50:42)

Zuschauer: 14.200 (ausverkauft)

Strafminuten: Berlin 0 - Mannheim 2

Play-off-Stand: 3:2. Berlin damit Meister

Zwei Tage, nachdem die Berliner in Mannheim ein vorzeitiges Ende der Serie "Best of five" durch das berauschende 6:5 nach Verlängerung nach einem 2:5-Rückstand 14 Minuten vor Schluss spektakulär abgewendet hatten, machten sie den Triumph vor 14.200 Zuschauern perfekt. Barry Tallackson (34.), Darin Olver (45.) und Julian Talbot (51.) verwandelten mit ihren Treffern die ausverkaufte Berliner Arena in ein Tollhaus. Für Mannheim traf Ronny Arendt (14.).

"Ich ziehe den Hut vor den Adlern"

"Das war eine grandiose Serie. Ich ziehe den Hut vor den Adlern", sagte der verletzte Eisbären-Kapitän Stefan Ustorf bei Sky. "Auf unsere Jungs bin ich unglaublich stolz, dass sie trotz der vielen Probleme zurückgekommen sind."

Es waren gerade einmal 100 Sekunden gespielt, da eröffnete sich ausgerechnet für Felski auf halbrechter Position die Chance zum Führungstreffer, doch Adler-Goalie Freddy Brathwaite war auf dem Posten. Den Mannheimern war der Schock vom letzten Heimspiel anfangs kaum anzumerken. Trainer Kreis hatte im Vorfeld eine "flammende Rede" gehalten, wie Adler-Profi Frank Mauer verriet.

Diese schien ihre Wirkung nicht verfehlt zu haben. Die Gäste kombinierten gefällig und brachten die Scheibe immer wieder gefährlich vor das Tor der Berliner. Die 1:0-Führung, bei der Arendt einen Schuss von Frank Mauer abstaubte, war deshalb nicht unverdient. Bei einem Konter hätte Ken Magowan sogar auf 2:0 erhöhen müssen.

Nach dem ersten Seitenwechsel kamen die Berliner mit mehr Schwung aus der Kabine. Doch die Mannheimer befreiten sich schnell aus der Drucksituation und erspielten sich ihrerseits gute Tormöglichkeiten. Der Ausgleich für die Eisbären fiel etwas glücklich, danach drehten die Berliner aber auf und ließen den Gegner kaum noch Luft holen.

Im Schlussabschnitt begannen beide Teams zunächst zurückhaltend, die Angst vor dem ersten Fehler war spürbar. Berlin zeigte sich allerdings aktiver und kam sogleich mit der ersten Chance zu Führung. Olver setzte sich hinter dem Tor durch und überwand Adler-Keeper Brathwaite mit einem Bauerntrick.

Mannheim stemmte sich gegen die drohende Niederlage, reagierte mit wütenden Angriffen, den Eisbären ergaben sich dadurch aber zunehmend Freiräume und Torchancen. Talbot sorgte schließlich mit einem eiskalt verwandelten Penalty frühzeitig für die Entscheidung in einem insgesamt überaus fairen Spiel, in dem es die erste Zeitstrafe 2:46 Minuten vor dem Ende für Mannheims Christoph Ulllmann gab. Mit dem 1:3 steckten die Adler auf, Berlin brachte den Vorsprung souverän über die Zeit - unter dem Jubel der Fans, die singend, tanzend und klatschend den DEL-Rekordmeister feierten.

Quelle: sid/seeg
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