Auftakt des DEL-Halbfinales: Eisbären steuern auf Finalkurs
zuletzt aktualisiert: 26.03.2004 - 21:53Berlin/Hamburg (rpo). In der deutschen Eishockeyliga steuern die Favoriten Eisbären Berlin und Hamburg Freezers auf Finalkurs. Vorrundenprimus Berlin setzte sich zum Auftakt des Playoff-Halbfinales gegen das Überraschungsteam ERC Ingolstad durch.
Die Mannschaft gewann mit 6:3 (3:1, 2:2, 1:0) und ging damit in der "best of five"-Serie mit 1:0 in Führung.
Den ersten von drei notwendigen Siegen feierten auch die Hanseaten mit 3:1 (0:0, 2:1, 1:0) gegen die Frankfurt Lions. Damit legten die beiden Favoriten den Grundstein für ein "Familientreffen" im Finale, denn beide Klubs gehören dem US-Milliardär Philip F. Anschutz. Teil zwei der beiden Halbfinalserien findet am Sonntag (14.30 Uhr) in Ingolstadt und Frankfurt statt.
Vor 5000 Zuschauern im ausverkauften Berliner Wellblechpalast kamen die Gäste aus Bayern gar nicht dazu, wie angekündigt Beton anzurühren. Denn die Eisbären erwischten einen Blitzstart und führten bereits nach 143 Sekunden durch Tore von Mark Beaufait und Nils Antons mit 2:0. Dabei ließ Ingolstadts Torhüter Jimmy Waite, im Viertelfinale gegen die Nürnberg Ice Tigers der überragende Akteur, Schwächen erkennen und den Puck nach vorne abprallen.
Erst nach einer Auszeit kamen die Gäste besser ins Spiel. Nach dem 2:1 durch Niki Mondt stellte allerdings Yvon Corriveau (19.) kurz vor der ersten Drittelpause den Zwei-Tore-Abstand wieder her. Im Mittelabschnitt gab Ingolstadt seine defensive Spielweise auf, brachte mit aggressivem Forechecking die Berliner aus dem Rhythmus und glich durch Treffer von Glen Goudall (21.) und Aleksander Polaczek (23.) aus.
Doch David Roberts (26.) und Ricard Persson (33.) brachten die Berliner, die im vergangenen Jahr im Halbfinale gegen den späteren Meister Krefeld Pinguine ausgeschieden waren, wieder in Führung. Auf der Gegenseite scheiterte Sean Tallaire mit einem Penalty an Nationaltorwart Oliver Jonas (37.). Für die Entscheidung sorgte Roberts (47.), danach schalteten die Berliner einen Gang zurück.
12.759 Zuschauer in der zum 17. Mal in dieser Saison ausverkauften Hamburger ColorLine Arena sahen zunächst die Führung für die Gäste, als der Ex-Kölner Dwayne Norris sein viertes Playoff-Tor erzielte (22.). In Überzahl glich Darren van Impe für die Freezers aus (25.). Nachdem Brad Purdie mit einem Alleingang am glänzend reagierenden Frankfurter Goalie Ian Gordan gescheitert war (26.), traf Bobby House ebenfalls bei 5:4-Überzahl zum 2:1 für die Gastgeber (38.).
"Wir haben die ersten zehn Minuten im zweiten Drittel verschlafen, dann sind wir zurückgekommen", meinte der verletzte Hamburger Wayne Hynes, der wie zehn seiner Teamkollegen bereits deutscher Meister war, in der zweiten Drittelpause.
Die Vorentscheidung verpassten die Hamburger zu Beginn des Schlussabschnitts, als sie 1:45 Minuten lang in 5:3-Überzahl spielten, aber kein Tor erzielten. Das holte ausgerechnet der Ex-Frankfurter Robert Francz mit seinem ersten Playoff-Tor nach (52. ).
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