Kennenlernspiele: Füchse eröffnen die Eiszeit
zuletzt aktualisiert: 04.08.2006 - 10:25Duisburg (RP). Erst mal eingucken. Die Gesichter lernen. So viele Neue stehen auf dem schneeweißen Eis der Scania-Arena. Da muss auch Uli Egen, der Sportdirektor der Füchse Duisburg, ganz genau hinschauen. Eselsbrücken helfen: Groß und lange Haare: Das ist der Schwede Johan Forsander. Groß, weniger lange Haare: der Slovake Stanislav Gron. Fürs Erste muss das reichen, auch wenn Trainer Didi Hegen bereits die Phase des Gesichtermerkens verlassen hat. Als Forsander kurz und trocken den Puck ins Tor wischt, sagt er knapp: "Der kann's!" Von Calle Bergström weiß er zu sagen, dass er einen so mächtigen Schlagschuss hat wie Toni Bader, der Nationalverteidiger im Trikot der Füchse.
Etwa 200 Fans der Füchse beteiligen sich von ihrem Tribünenplatz aus an diesem kleinen Suchspiel und der vorsichtigen Einschätzung, wer wie viel kann. Zum ersten Training des DEL-Teams unter der Regie von Trainer Didi Hegen sind sie in die Scania-Arena gekommen. Applaus gibt es für den Moment, als Markus Schmidt - puuh, den kennt man noch aus dem vergangenen Jahr - am Dienstag um 18.17 Uhr mit den ersten Schlittschuhschritten die Eiszeit eröffnet.
Eine Stunde und 15 Minuten lässt der Coach seine Cracks warmlaufen, pfeift sie zu Schussübungen heran, gönnt ihnen den Spaß eines kleines Trainingsspiels. Die blauen Jungs können ganz viel, dazugehören Stanislav Gron und Johan Forsander. Testspieler Michael Schutte trägt Schwarz ist Verteidiger und macht einen körperlich starken Eindruck. Was aber keineswegs heißen soll, dass er Übergewicht hat. Wirklich nicht.
Karel Lang gibt bei dem Trainingsspielchen den Schiedsrichter. In Wahrheit ist er Co-Trainer und hält dabei ein besonderes Augenmerk auf die Torhüter. Da hat jeder so seine eigenen Sorgen. Der Ungar Levente Szuper muss noch mit alter Ausrüstung spielen, die neue - nach der Regeländerung knapper geschnittenen Schoner und Handschuhe - sind wohl noch auf dem Postweg. Patrick Ehelechner darf nicht sagen, ob er in die Staaten geht oder nicht. Sein Vertrag mit den Pittsburgh Penguins hat eine Klausel die "Geheimnisverrat" mit einer Geldstrafe bestraft.
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