Niederlage gegen Ingolstadt: Gruseln an der Brehmstraße
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 04.12.2004 - 10:57Düsseldorf (RP). Für die DEG Metro Stars beginnt wahrscheinlich schon bald der endgültige Abschied von der Play-off-Runde. Der ERC Ingolstadt gewann gestern Abend mit einer nahezu hundertprozentigen Chancenauswertung 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) und musste sich dabei zumindest im Schlussdrittel nicht einmal sonderlich anstrengen. Schonungslos zeigten Marco Sturm und Co. den Unterschied zwischen einer selbstbewussten und einer völlig verunsicherten Truppe auf.
Gespenstisch ging’s zu an der Brehmstraße. Volle zehn Minuten lang hielten die Düsseldorfer Fans ihr „Schweigegelübde“ durch, ihren stummen Protest gegen die schwachen Leistungen der vergangenen Wochen. Der Protest von Trainer Butch Goring hatte sich wie angekündigt in der Mannschaftsaufstellung geäußert. Dass Eric Dandenault und Clayton Young draußen bleiben mussten, überraschte nach den Vorstellungen der jüngsten Partien nicht.
Dass es auch in sportlicher Hinsicht fast gespenstisch wurde, zeigte sich von Minute zu Minute mehr. Die DEG befolgte zwar die Forderung ihres Coach, nicht zu viele Strafzeiten zuzulassen und verstand es obendrein, den Ingolstädtern nur wenige klare Torchancen zu gestatten. Dennoch hieß es nach zwei Dritteln schon schier aussichtslos 0:3 - wirklich gruselig. Von den Chancen her hätten zu diesem Zeitpunkt sogar die Gastgeber führen können, doch überboten sie sich im haarsträubenden Auslassen selbst der klarsten Möglichkeiten.
Großchancen wurden vertan
Das sah dann zum Beispiel so aus, dass Matt Davidson in Überzahl den Puck völlig unbedrängt aus dem Angriffsdrittel herausspielte. Dennoch verzeichnete die DEG in eben diesem Powerplay ihre bis dahin klarste Chance: Klaus Kathan traf den Pfosten. Drei Minuten später setzte Alexander Sulzer zu einem Klasse-Solo an, scheiterte aber am glänzend disponierten ERC-Torhüter Jimmy Waite. Und kurz darauf schaffte Davidson sogar das Unfassbare, nämlich die Scheibe über das leere Tor zu setzen. Als Sekunden später Cameron Mann traf, war’s das aber auch schon. Da NHL-Star Marco Sturm früh das 0:1 besorgt hatte, bedeutete Manns 0:2 mehr als eine Vorentscheidung.
Nach dem dritten Treffer durch Andy McDonald bedeutete Sulzers 1:3 nicht mehr als Ergebniskosmetik. Sehenswert war das zweite starke Solo des Nationalverteidigers dennoch: Der gebürtige Kaufbeurer demonstrierte als einziger Düsseldorfer etwas Selbstvertrauen.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







