Fünf Jahre nach Abschied aus Rosenheim: Hegen gibt mit Duisburg DEL-Comeback
zuletzt aktualisiert: 18.04.2005 - 14:36Duisburg (rpo). Fünf Jahre lang musste die Deutsche Eishockey-Liga ohne Dieter Hegen auskommen (DEL). Der langjährige Nationalstürmer, der die letzten seiner 776 Erstligapartien 2000 für die Star Bulls Rosenheim absolvierte, ist in der nächsten Saison in der DEL wieder mit von der Partie. Als Trainer des Aufsteigers EV Duisburg.
"Wir spielen in der DEL, das ist unfassbar, einfach wunderbar", sagte der 42-Jährige nach dem entscheidenden 5:3 im dritten Playoff-Finale bei den Straubing Tigers, das den Aufstieg des Teams von der Ruhr perfekt machte.
Nach dem dritten Sieg im dritten Spiel war der einstige Weltklassetorjäger voll des Lobes für seine Schützlinge. "Ich bin stolz auf diese Mannschaft. Es ist ein tolles Team mit tollen Typen", sagte der gebürtige Kaufbeurer, der im Ruhrgebiet seinen ersten Trainerjob übernommen hat. Als Spieler hatte der siebenmalige deutsche Meister die DEL im Streit verlassen. Weil er angeblich körperlich nicht mehr fit war, schoben ihn die Rosenheimer aufs Abstellgleis.
Danach ließ er seine lange Karriere mit 608 Toren in 776 Erstligapartien und 111 Treffern in 290 Länderspielen, mit fünf Olympia-Teilnahmen und 13 A-Weltmeisterschaften in der Oberliga bei seinem alten Klub ESV Kaufbeuren ausklingen. Als der EV Duisburg ihm vor drei Jahren die Chance auf eine zweite Eishockey-Laufbahn bot, griff der "Didi" zu. Aus dem Abstiegskandidaten machte er in kurzer Zeit einen DEL-Klub.
Lizenz ist kein Problem
Der Rückkehr Duisburgs nach 24 Jahren in die Erstklassigkeit steht nach dem Aufstieg wohl nichts mehr im Wege. "Das Umfeld stimmt", sagt Hegen. Davon geht auch DEL-Geschäftsführer Gernot Tripcke aus, dem bis zum 30. April die Lizenzierungsunterlagen vorliegen müssen.
"Die Duisburger haben gesagt, sie wollen und sie können in der DEL spielen", sagte Tripcke. Die Eishalle ist mit einer Kapazität von rund 4500 Zuschauern groß genug für die DEL. "Es müssen lediglich ein paar bauliche Maßnahmen vorgenommen werden, beispielsweise bei den Kabinen", sagte Tripcke.
Erstklassig im Eishockey war Duisburg zuletzt 1981. Damals sorgte der Verein allerdings mit dem Passfälscherskandal für Negativschlagzeilen. Nachdem ihm am Grünen Tisch 19 Punkte abgezogen worden waren, stieg Duisburg nach nur zwei Jahren in der Bundesliga sang- und klanglos ab.
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