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Eishockey Kanada Jubel Panorama ap 2007
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Eishockey-WM: Kanada holt 24. Titel

zuletzt aktualisiert: 13.05.2007 - 20:33

Moskau (RPO). Die Eishockey-Nationalmannschaft Kanadas hat bei der Weltmeisterschaft in Russland den 24. Titel geholt. Im Finale siegten die Stars der "Ahornblätter" 4:2 (2:0, 1:0, 1:2) gegen Finnland.

Gastgeber Russland scheiterte dagegen mit seiner Mission Gold und musste sich 14 Jahre nach dem letzten WM-Triumph mit Bronze begnügen. Die "Sbornaja", mit 23 Titeln nun nur noch die Nummer zwei, setzte sich im Spiel um Platz drei mit 3:1 (2:0, 1:0, 0:1) gegen Olympiasieger Schweden durch.

Die NHL-Profis aus dem Eishockey-Mutterland, die auf die ganz großen Namen von Olympia 2006 verzichten mussten, führte wieder einmal Andy Murray auf den WM-Thron. Der ehemalige Trainer der Berliner Eisbären wiederholte in Russland seine Erfolge von 1997 und 2003 in Finnland, als er ebenfalls mit Kanada WM-Gold gewonnen hatte.

Fünfte Final-Niederlage für Finnland

Die Finnen mussten sich vor den Augen ihrer Staatspräsidentin Tarja Halonen bereits zum fünften Mal in Folge in einem Finale geschlagen geben. Seit dem einzigen Titelgewinn 1995 scheiterte "Suomi" bei den Weltmeisterschaften 1998, 1999 und 2001 sowie bei den Olympischen Spielen 2006 jeweils im Endspiel.

Vor 12.000 Zuschauern in der Chodynka-Arena erzielten Torjäger Rick Nash von den Columbus Blue Jackets (7./59.) und Jungstar Eric Staal (14.) jeweils im Powerplay sowie Colby Armstrong von den Pittsburgh Penguins (30.) die Tore für die Kanadier, die im Halbfinale Titelverteidiger Schweden durch ein 4:1 entthront hatten. Die Finnen, die zuvor Gastgeber Russland in der Verlängerung und die USA im Penaltyschießen ausgeschaltet hatten, verkürzten durch Petri Kontiola (52.) und Antti Miettinen (58.) auf 2:3, bevor Nash den Endstand erzielte.

Vor den Augen der NHL-Legende Steve Yzerman, der sein Heimatland 2002 zu olympischem Gold geführt hatte, bestimmten die Kanadier von Beginn an das Geschehen. Gleich die ersten beiden Überzahlspiele nutzten Nash und Staal mit ihrem jeweils fünften Turniertor zur frühen Führung.

Nach dem 3:0 durch Armstrong, bei dem Torhüter Kari Lehtonen nicht die beste Figur machte, schien die Entscheidung gefallen, doch die Finnen kämpften sich noch einmal heran. Erst Nashs zweiter Treffer brach den finnischen Widerstand.

24 Stunden nach dem Ende aller Gold-Träume musste sich Gastgeber Russland mit der dritten Medaille in den 14 Jahren nach dem letzten Titelgewinn 1993 trösten. "Es war schwer, die Spieler für dieses Spiel zu motivieren, denn wie waren alle tief enttäuscht", sagte Trainer Wjatscheslaw Bykow mit Blick auf das 1:2 nach Verlängerung im Halbfinale gegen Finnland: "Aber ich bin dankbar, dass sie sich zusammengerissen haben. Insgesamt war es eine Freude, hier vor unseren Fans zu spielen."

"Es war ein tolles Turnier"

Der frühere Weltklassestürmer hatte 1986 in Moskau das Siegtor der damaligen Sowjetunion zum entscheidenden 3:2 gegen Schweden erzielt und damit zum letzten Mal ein Heimteam auf den WM-Thron geschossen. "Er hat einen sehr guten Job gemacht", lobte NHL-Profi Sergej Brylin den Coach: "Wir haben nur ein Spiel verloren, aber ausgerechnet das Halbfinale. Aber es war ein tolles Turnier."

Gegen die Tre Kronor, die erst zum zweiten Mal in sieben Jahren leer ausgingen, sorgten Alexej Jemelin in Unterzahl (7.), Sergej Sinowjew (10.) sowie Alexander Frolow bei 5:4-Überzahl (22.) vor 7500 Zuschauern schnell für klare Verhältnisse. Dem einzigen NHL-Profi beim Olympiasieger, Alexander Steen, gelang nur noch zum Ehrentreffer (49.).


STATISTIK:

Finale:

Kanada - Finnland 4:2 (2:0, 1:0, 1:2)

Tore: 1:0 Nash (6:30), 2:0 Staal (13:48), 3:0 Armstrong (29:11), 3:1 Kontiola (51: 08), 3:2 Miettinen (57:44), 4:2 Nash (58:54)
Schiedsrichter: Vinnerborg (Schweden).
Zuschauer: 12.000.
Strafminuten: Kanada 8 - Finnland 12 (sid)

Spiel um Platz 3:

Russland - Schweden 3:1 (2:0, 1:0, 0:1)

Tore: 1:0 Jemelin (6:18), 2:0 Sinowjew (9:39), 3:0 Frolow (21:04), 3:1 Steen (48:08)
Schiedsrichter: Pellerin (Kanada)
Zuschauer: 7500.
Strafminuten: Russland 12 - Schweden 12

Quelle: sid

 
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