Haie bleiben in der Kölnarena: Köln widersteht dem Lockruf aus Hürth
zuletzt aktualisiert: 13.12.2006 - 08:35Köln (RP). Tagelang hatte es in Köln rumort. Nachdem Christoph Daum verkündet hatte, der 1. FC Köln solle ein Trainingsdomizil außerhalb der Stadtgrenzen errichten, drohte auch der Abschied der Haie. Die „Hürther Sporthalle“, die im Frühjahr 2008 eingeweiht werden soll und dem Basketball-Bundesligisten Rhein-Energie Köln als Heimat dienen sollte, lockte auch den Eishockey-Klub.
Gestern meldete Köln Entwarnung. „Die Kölnarena und die KEC Kölner Eishockey-Gesellschaft ,Die Haie’ haben sich abschließend über einen Nutzungsvertrag bis zum Jahr 2013 geeinigt“, hieß es. Der aktuelle Vertrag läuft zum Ende der Saison aus.
Beide Seiten legten Wert darauf, dass es keinen „Verhandlungspoker“ gegeben habe, hieß es in der Presseerklärung. Dabei dürften die Haie durchaus mit einem Wechsel geliebäugelt haben. Manager Thomas Eichin sprach von einem „attraktiven Angebot“ aus der Nachbarstadt.
Pro Heimspiel muss der Eishockey-Klub in der Kölnarena etwa 50.000 Euro Miete an den Hallenbetreiber zahlen. Dazu kommen noch die kompletten Einnahmen aus dem Verkauf von Speisen und Getränken sowie weitere Zahlungen. Erst ab 10.000 Zuschauern lohnt sich das Geschäft.
Bauherr der Halle in Hürth ist eine Investorengruppe, die vom früheren Bap-Musiker Michael Odenthal angeführt wird. Dazu zählt Walter Pütz. Er ist Geschäftsführer des Basketball-Meisters Rheinenergie. Seine bestehende Halle im Stadtteil Müngersdorf ist insbesondere für internationale Spiele zu klein. Die Heimspiele in der Euroleague trägt er deshalb in der Düsseldorfer Philipshalle aus.
Damit soll 2008 Schluss sein. Die 20 Millionen Euro teure Halle in Hürth soll Platz für 7000 Zuschauer bieten. Für die Haie wäre sie um 5000 Plätze aufgestockt worden.
Arena-Chef Bernd Assenmacher tut die Zusage der Haie gut. Bei der Premiere des Programms „Roncalli meets Classic“ vergangene Woche trat er ans Mikrofon und versicherte den Menschen, die sich angesichts der Ungewissheit um die Zukunft des Hauptnutzers Sorgen machten, nur knapp: „Ich lebe noch.“
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