Halbfinale der Eishockey-WM: Koivu bricht Bann von Moskau
zuletzt aktualisiert: 12.05.2007 - 19:33Moskau (RPO). Gastgeber Russland hat bei der Eishockey-WM das Finale und die Chance auf den ersten Titel seit 14 Jahren verpasst. Im Halbfinale setzte sich Finnland in der Verlängerung 2:1 (1:1, 0:0, 0:0, 1:0) gegen die zuvor ungeschlagene Mannschaft von Trainer Wjatscheslaw Bykow durch.
Damit verhinderte das Team Suomi ein mögliches Traumfinale zwischen den Rekordweltmeistern Kanada und Russland. Kanada kann sich bei der Eishockey-WM in Moskau nun zum alleinigen Rekordweltmeister krönen. Die Ahornblätter ließen Titelverteidiger und Olympiasieger Schweden beim 4:1 (3:0, 1:1, 0:0) keine Chance und greifen nun zu ihrem 24. WM-Titel.
NHL-Profi Mikko Koivu spitzelte Russlands zu weit vor dem Tor stehenden Schlussmann Alexander Jeremenko in der sechsten Minute der Verlängerung den Puck weg, traf ins leere Tor und verhinderte somit das Traumfinale der Sbornaja mit Kanada. "Ich würde meinem Torhüter nie die Schuld geben. Wir haben unser Bestes gegeben und möchte mich bei unseren Fans entschuldigen", sagte Russlands Trainer Wjatscheslaw Bykow.
Die ohne ihren verletzten Top-Scorer Alexej Morosow angetretene Sbornaja musste bereits nach wenigen Minuten einen Rückschlag verkraften. Nach einem Kniecheck von Sean Bergenheim war die Begegnung für Star-Verteidiger Andrej Markow bereits beendet. Dennoch traf Jewgeni Malkin (9.), der Russland im Viertelfinale mit zwei Toren gegen Tschechien zum Sieg geschossen hatte, vor 12.000 Zuschauern zunächst zur verdienten Führung.
Allerdings gelang Jukka Hentunen in der hochklassigen Begegnung nur vier Minuten später der Ausgleich für die zu dem Zeitpunkt in Unterzahl spielenden Finnen nach einem Konter. Trotz guter Chancen auf beiden Seiten ging das Spiel in die Verlängerung, in der Kiuvo zum Helden von Suomi aufstieg. Die Finnen können am Sonntag zum zweiten Mal nach 1995 Weltmeister werden, während der früheren Eishockey-Großmacht Russland lediglich das Spiel um Bronze bleibt.
Im zweiten Halbfinale distanzierten die Kanadier das Drei-Kronen-Team gleich im ersten Spielabschnitt deutlich. Einen Doppelschlag von Michael Cammalleri (12.) und Jonathan Toews (13.) erhöhte Eric Staal (19.) von den Carolina Hurricanes noch vor der ersten Pause zum 3:0.
Johan Davidsson (27.) konnte mit seinem siebten Turniertreffer lediglich verkürzen, bevor Rick Nash (33.) die gelungene Revanche für das verlorene Halbfinale vom vergangenen Jahr in Riga perfekt machte.
Russland - Finnland 1:2 (1:1, 0:0, 0:0, 0:1) n.V. - Tore: 1:0 Malkin (8:36), 1:1 Hentunen (12:06), 1:2 Koivu (65:4). - Schiedsrichter: Vinnerborg (Schweden). - Zuschauer: 14.000. - Strafminuten: Russland 14 - Finnland 13 plus 10 Disziplinar (Koivu) plus Spieldauerdisziplinar (Bergenheim)
Kanada - Schweden 4:1 (3:0, 1:1, 0:0). - Tore: 1:0 Cammalleri (11:05), 2:0 Toews (12:23), 3:0 Staal (18:38), 3:1 Davidsson (26: 13), 4:1 Nash (35:17). - Schiedsrichter: Kurmann (Schweiz) . - Zuschauer: 5000. - Strafminuten: Kanada 14 - Schweden 12
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