Eishockey: Krefeld überrascht in Berlin - Düsseldorf siegt knapp
zuletzt aktualisiert: 15.03.2006 - 22:19Neuss (rpo). In den Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga gab es direkt zum Auftakt die erste Überraschung. Die Krefeld Pinguine setzten sich als Achter der Hauptrunde im ersten Viertelfinal-Match beim Titelverteidiger Eisbären Berlin mit 4:2 (2:0, 2:0, 0:2) durch. In der Hauptrunde hatte Krefeld noch alle vier Partien gegen den Favoriten verloren. Zwar knapp, aber erfolgreich spielten die DEG Metro Stars gegen die Hamburg Freezers und Ingolstadt gegen Hannover ihren Heimvorteil aus. Die Kölner Haie gewannen den ersten Vergleich bei den Nürnberg Ice Tigers mit 4:3.
Keinen Ausrutscher leistete sich somit der Tabellenzweite ERC Ingolstadt. Die "Panther" hatten beim 3:2 (2:0, 1:2, 0:0) gegen die Hannover Scorpions jedoch erhebliche Probleme und mussten bis zur letzten Sekunde zittern. Ebenfalls einen gelungenen Start in die Meisterrunde erwischten die Kölner Haie (5.). Die Rheinländer behielten in einer hart umkämpften Partie bei den Nürnberg Ice Tigers (4.) knapp mit 4:3 (0:0, 3:1, 1:2) die Oberhand und schufen sich damit eine gute Ausgangsposition für den Einzug in die Runde der letzten Vier. Erst im "Sudden Death" setzten sich die DEG Metro Stars gegen die Hamburg Freezers durch. Der Pokalsieger aus Düsseldorf siegte 3:2 (1:1, 1:1, 0:0) nach Verlängerung. Nach 3:58 Minuten der Overtime erlöste ausgerechnet der ehemalige Hamburger Craig Johnson die Fans an der Brehmstraße.
Bereits am Freitag (19.30 Uhr) bekommen die unterlegenen Teams im zweiten Playoff-Spiel die Chance zur Wiedergutmachung. Ebenfalls am Freitag beginnen die Playdowns. Dort spielen die Kassel Huskies und der Aufsteiger Füchse Duisburg ebenfalls im best of seven den einzigen Absteiger aus.
Vor 4.000 Zuschauern im Berliner Wellblechpalast schoss Herberts Vasiljevs die Gäste bereits in der sechsten Minute in Führung. Ted Drury (18.) erhöhte noch im ersten Drittel auf 2:0, ehe Robert Guillet (29. und 31.) innerhalb von zwei Minuten für die Vorentscheidung sorgte. Die Treffer von Kelly Fairchild (52.) und Mark Beaufait kamen für die Eisbären zu spät.
In Ingolstadt brachten Cameron Mann (3.) und Jakub Ficenec (11.) die Gastgeber im ersten Spielabschnitt auf die Siegerstraße. Doug Ast (24.) traf zum 3:0, doch Hannover stellte durch Routinier Wally Schreiber (24.) und Andreas Morczinietz (27.) schnell den Anschluss her. Im Schlussdrittel retteten die "Panther" den Sieg über die Zeit.
In Nürnberg setzte im ersten Drittel kein Team entscheidende Akzente in der Offensive. Erst im zweiten Abschnitt drehten die Haie vor 5.349 Zuschauern mächtig auf und kamen innerhalb von drei Minuten zu Toren durch Jan Alinc (27.), Ivan Ciernik (29.) und Dave McLlwain (30.). Im Anschluss nahmen die Ice Tigers das Heft in die Hand und schafften durch Robert Döme (33.), Jame Pollock (44.) und Matt Davidson (45.) den Ausgleich. Zwei Minuten später schoss Lasse Kopitz den Kölner Siegtreffer.
Die Metro Stars gingen vor 5.845 Besuchern durch ein frühes Tor von Klaus Kathan in Front, Benoit Gratton (19.) glich für die Freezers noch im ersten Abschnitt in zweifacher Überzahl aus. Die Hamburger Führung durch Shane Peacock (31.) egalisierte Craig Johnson (33.) postwendend. In der Verlängerung schlug Johnson erneut zu.
Statistik:
Eisbären Berlin - Krefeld Pinguine 2:4 (0:2, 0:2, 2:0)
Tore: 0:1 Vasiljevs (5:44), 0:2 Drury (17:30), 0:3 Guillet (28:01), 0:4 Guillet (30:11), 1:4 Fairchild (51:11), 2:4 Beaufait (56:04)
Schiedsrichter: Looker (USA)
Zuschauer: 4.000
Strafminuten: Berlin 6 - Krefeld 15 plus Spieldauerdisziplinar (Pudlick)
Playoff-Stand: 0:1
ERC Ingolstadt - Hannover Scorpions 3:2 (2:0, 1:2, 0:0)
Tore: 1:0 Mann (2:44), 2:0 Ficenec (10:52), 3:0 Ast (23:05), 3:1 Schreiber (23:50), 3:2 Morczinietz (26:55)
Schiedsrichter: Awizus (Berlin)
Zuschauer: 4.054
Strafminuten: Ingolstadt 24 - Hannover 20 plus 10 Disziplinar (Cipolla, Heins)
Playoff-Stand: 1:0
Nürnberg Ice Tigers - Kölner Haie 3:4 (0:0, 1:3, 2:1)
Tore: 0:1 Alinc (26:48), 0:2 Ciernik (28:10), 0:3 McLlwain (29:41), 1:3 Döme (32:51), 2:3 Pollock (43:33), 3:3 Davidson (44:24), 3:4 Kopitz (47:13)
Schiedsrichter: Dahle (Berlin)
Zuschauer: 5.349
Strafminuten: Nürnberg 14 - Köln 26 plus 10 Disziplinar (Hicks)
Playoff-Stand: 0:1
DEG Metro Stars - Hamburg Freezers 3:2 (1:1, 1:1, 0:0, 1:0) n. V.
Tore: 1:0 Kathan (5:56), 1:1 Gratton (18:43), 1:2 Peacock (30: 25), 2:2 Johnson (32:29), 3:2 Johnson (63:58)
Schiedsrichter: Piechaczek (Ottobrunn)
Zuschauer: 5.845
Strafminuten: Düsseldorf 27 plus Spieldauerdisziplinar (Pellegrims) - Hamburg 26
Playoff-Stand: 1:0
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