Bis auf Weiteres gesperrt: Doping-Fall: Ägypter Gohar ausgeschlossen
zuletzt aktualisiert: 02.02.2003 - 11:04Lissabon (rpo). Der erste Dopingfall der Handball-Weltmeisterschaft in Portugal: Der Ägypter Gohar Gohar war nach dem Vorrundenspiel der Gruppe D in Sao Joao de Madeira gegen Brasilien (31:24) positiv getestet worden.
Noch nicht bekannt ist, welche verbotene Substanz bei dem Ägypter gefunden wurde. Der 30-jährige Spielmacher des WM-Vierten von 2001 hat jedoch bereits auf die Öffnung der B-Probe verzichtet. Er war nach Bekanntwerden des Vergehens vom Turnier ausgeschlossen worden und ist bis auf weiteres gesperrt.
Bei seinen fünf WM-Einsätzen hatte Gohar, der bei Ahly Kairo spielt, sieben Tore erzielt. Ihm droht nun eine Sperre von maximal zwei Jahren. "Wenn das ein normaler Doping-Fall ist, ist das die normale Strafe", sagte Ulrich Strombach, Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB). Die Schieds- und Regelkommission des Weltverbandes verhandelt den Fall erst nach Abschluss der Titelkämpfe.
Wie aus IHF-Kreisen verlautete, lag der Bericht über den positiven Doping-Befund von Gijs Langevoort, Vorsitzender der Medizinischen Kommission, bereits seit Donnerstag vor. Für die WM waren insgesamt 100 Doping-Kontrollen geplant, sie werden in dem vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) akkreditierten Labor in Lissabon analysiert.
Dopingkontrollen gibt es bei Handball-Weltmeisterschaften seit 1972. Als erster Dopingfall gilt der rumänische Torhüter Adrian Simion, der 1986 wegen der Einnahme von Ephedrin vom Turnier ausgeschlossen worden war. Die Dänin Tina Madsen ist die erste Dopingsünderin. Sie wurde bei der B-WM 1983 positiv getestet und sofort gesperrt. Außerdem war das Spiel Rumänien - Dänemark (18:17) mit 10:0 für Rumänien gewertet worden.
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