Handball: Heiße Phase der EM-Vorbereitung beginnt
VON ECKHARD CZEKALLA - zuletzt aktualisiert: 02.01.2010 - 09:44Düsseldorf (RP). Am 30. Dezember war die Handball-Bundesliga für die Nationalspieler abgehakt – jedenfalls bis zum 10. Februar, dann beginnt der nächste Spieltag. Ab Sonntag gehört die Konzentration der Männer von Bundestrainer Heiner Brand nun aber der Europameisterschaft, die vom 19. bis 31. Januar in Österreich stattfindet.
Man trifft sich in Herrsching. Dort, am Ammersee, hatte sich die Mannschaft schon einmal auf ein Großereignis vorbereitet. Vor drei Jahren wurde in Bayern die Basis geschaffen zum Gewinn des WM-Titels, der die Popularität des Handballs bundesweit in ungeahnte Höhen katapultierte.
Hießen damals die Stationen Berlin, Halle/Westfalen, Dortmund und Köln, so startet das Brand-Team nun in Innsbruck und hofft nach Wien umziehen zu müssen. Dort werden am 30. und 31. Januar die Plätze eins bis sechs ausgespielt – und da wäre man schon gerne dabei. Muss man auch, um das Interesse hoch zu halten.
Die letzten EM-Tests
Österreich (5. Januar/Innsbruck)
Island (9./Nürnberg, 10./Regensburg)
Brasilien (13./Mannheim)
Doch die Vorrunde hat es in sich. Zunächst der WM-Dritte Polen (19.). Dann die vom ehemaligen Kieler Meistercoach Noka Serdarusic, der im noch immer nicht aufgeklärten Manipulationsverdacht gegen den Rekordmeister eine Hauptrolle gespielt haben soll, betreuten Slowenen (20.). Und zum Abschluss der Rekord-Europameister Schweden (22.), der nach schwächeren Jahren wieder in der europäischen Spitze zurückmelden will.
Kiels Linksaußen Dominik Klein nennt den schmalen Grat, auf dem sich das Team bewegt. "Du kannst alle drei Spiele gewinnen. Du kannst aber auch verlieren." Mindestens Gruppen-Dritter muss man werden, um die Zwischenrunde zu erreichen. Dort warten Drei aus dem Quartett mit Topfavorit Frankreich (EM-Zweiter 2008, Olympiasieger 2008, Weltmeister 2009), Spanien, Ungarn und Tschechien.
19 Spieler hat Heiner Brand nach Herrsching eingeladen, aus denen er am Tag vor dem Auftaktspiel gegen Polen jene 16 auswählen muss, die er bei der Vorrunde einsetzen darf. Während Rückraumspieler Pascal Hens freiwillig verzichtete und Kreisläufer Sebastian Preiß nach einer Achillessehnen-Operation nicht mehr fit wurde, rechnet Brand fest mit Torhüter Johannes Bitter. Der Hamburger hat sich am Montag freie Gelenkkörper aus dem Ellenbogen entfernen lassen, die jedes Training und Spiel zuletzt zur Qual hatten werden lassen.
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