Zwei Wochen vor EM-Start: Handball: Härtetest gegen die Weltspitze
zuletzt aktualisiert: 07.01.2004 - 16:09Frankfurt/Moskau (rpo). Am kommenden Freitag beginnt für die deutschen Handball-Herren der Härtetest gegen die Weltspitze. Beim hochkarätigen Sechsländerturnier in Moskau wird sich zeigen, ob die Mannen um Trainer Heiner Brand fit sind für die anschließend beginnende Europameisterschaft.
In Mokau läuten Deutschlands Handballer den Countdown auf die in rund zwei Wochen in Slowenien beginnende Europameisterschaft (22. Januar bis 1. Februar) ein. Der Vize-Weltmeister trifft beim Sechsländerturnier in der Nähe von Moskau am Freitag zunächst auf den EM-Vorrundengegner und Ex-Weltmeister Frankreich, ehe es am Samstag zum Duell mit Ägypten (beide 17.30 Uhr/MEZ) kommt. In der Parallelgruppe stehen sich Olympiasieger Russland, Dänemark sowie das Team aus Serbien/Montenegro gegenüber. Die Platzierungsspiele und das Finale (16.00) werden am Sonntag ausgetragen.
Für Bundestrainer Heiner Brand kommt das Kräftemessen mit der Weltelite genau zum richtigen Zeitpunkt. "Wir haben die Möglichkeit, unter Turnierbedingungen zu testen. Ziel ist es, dass wir uns von Spiel zu Spiel steigern. Zur Zeit fehlt noch einiges", erklärte Brand, der in der Partie gegen Österreich (33:20) am vergangenen Sonntag in Augsburg etliche Schwächen ausgemacht hatte. "Besonders im Positionsspiel müssen wir uns deutlich verbessern", fordert der 51-jährige Gummersbacher, der auf den Magdeburger Stefan Kretzschmar (Leistenoperation) verzichten muss und am Mittwoch mit einem 17-köpfigen Kader Richtung Russland aufbrach.
"Ich wünsche mir die Goldmedaille"
Erst vor der doppelten EM-Generalprobe gegen die Russen am 16. Januar in Hannover und am 18. Januar in Dortmund stößt "Teilzeitkraft" Volker Zerbe vom deutschen Meister TBV Lemgo zum Team. Brand: "Spätestens nach diesen beiden Spielen werde ich mein 16er-Aufgebot für die EM bekanntgeben." Die Hoffnungen auf eine rechtzeitige Genesung von Linksaußen Kretzschmar, dessen Leistenoperation am Dienstag erfolgreich verlief, hat der Bundestrainer noch nicht aufgegeben.
Ulrich Strombach, Präsident des Deutschen Handball-Bundes (DHB), hat bereits die Zielsetzung für das richtungweisende Jahr 2004 nach zuletzt zwei zweiten Plätzen bei der WM 2003 in Portugal sowie der EM 2002 in Schweden ausgegeben. "Ich wünsche mir die Goldmedaille. Am liebsten bei den Olympischen Spielen im August in Athen", betonte Strombach, der am 13. Januar seinen 60. Geburtstag feiert.
Der DHB-Kader für das Sechsländerturnier in Russland:
Tor: Henning Fritz (THW Kiel), Christian Ramota (TBV Lemgo), Carsten Lichtlein (TV Großwallstadt)
Feld: Christian Schwarzer, Daniel Stephan, Florian Kehrmann, Markus Baur (alle TBV Lemgo), Pascal Hens, Torsten Jansen (beide HSV Hamburg), Christian Zeitz, Klaus-Dieter Petersen (beide THW Kiel), Frank von Behren, Mark Dragunski (beide VfL Gummersbach), Jan-Olaf Immel (SG Wallau-Massenheim), Christian Schöne (SC Magdeburg), Holger Glandorf (HSG Nordhorn), Heiko Grimm (TV Großwallstadt) (sid)
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







