Rückkehr in die DTM 2012: Mit diesem Wagen greift BMW an
zuletzt aktualisiert: 16.07.2011 - 16:14München (RPO). Das Geheimnis ist gelüftet. Lange war die Optik des neuen "BMW-Babys" nur zu erahnen. Auf Plakaten hüllte sich das Concept Car des BMW M3 in Schatten. Im Dunkel des Verborgenen wirkte seine Silhouette fast bedrohlich. Bis Entwicklungsvorstand Dr. Klaus Draeger und der neue Motorsportdirektor Jens Marquardt den Wagen am Freitagabend dem Licht der Öffentlichkeit präsentierten.
40 Siege und mehr als 150 Podestplätze
Mit dem M3 soll 2012 nach 20 Jahren Abstinenz das BMW-Comeback in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft gelingen. "Der M3 ist für uns eine Legende", sagte Draeger über den Wagen, mit dessen Vorgängermodell Eric van de Poele 1987 den zweiten DTM-Titel für BMW holte. In den folgenden Jahren gelangen mit dem Auto 40 Siege und mehr als 150 Podestplätze.
Marquardt schickte gleich eine Kampfansage an die beiden künftigen DTM-Konkurrenten. "In diesem Jahr gehört die große Bühne noch Audi und Mercedes." Seine Betonung lag auf "noch". Denn bislang hat das Concept Car nach Funktionstest, Rollout und Testfahrten erst 1000 Kilometer zurückgelegt. Daher sei es wichtig, viel zu fahren und zu lernen. Die Feinabstimmung stehe zu einem späteren Zeitpunkt auf dem Programm. Und auch an der Optik werde sich noch viel ändern.
"Ich habe jetzt zwei Babys"
Der BMW M3 soll 2012 rund 500 PS leisten, in 2,9 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen und eine Spitzengeschwindigkeit von knapp 300 km/h erreichen.
Zwei von sechs Fahrern für die drei BMW-Teams (Schnitzer, RBM, RMG), die 2012 an den Start gehen, stehen bereits fest: der Brite Andy Priaulx und Augusto Farfus. Der 27-jährige Brasilianer, von seinen Mechanikern "Gustl" genannt, ist erst kürzlich Vater geworden. Nach der Enthüllung des M3 sagte er mit leuchtenden Augen: "Ich habe jetzt zwei Babys." Und auch Priaulx machte deutlich: "Ich liebe diesen Wagen."
Farfus: Der Wagen fühlt sich gut an
Dass der dreimalige Tourenwagen-Weltmeister Priaulx (37) und der erfolgshungrige Farfus noch keine DTM-Erfahrung haben, ist für Marquardt kein Problem: "Wir wissen, dass die DTM ganz eigene Anforderungen an die Piloten stellt. Andy und Augusto bringen jedoch alles mit, um sich schnell in dieser Serie zurechtzufinden."
Für die weitere Fahrersuche sei DTM-Erfahrung kein Muss-Kriterium. Zunächst liege die Fahrzeugentwicklung im Fokus. Im kommenden Jahr muss sich der M3 mit einem neuen Audi A5 und einem Mercedes-Modell der C-Klasse messen. "Das wird eine spannende Serie mit spannenden Wagen", sagte Marquardt.
Nach den ersten Testfahrten mit dem M3 in den vergangenen beiden Wochen in der Motorsport-Arena Oschersleben und auf dem EuroSpeedway Lausitz, sagte Farfus: "Ein Rennfahrer kann fühlen, ob ein Wagen gut ist." Und dieser habe sich sehr gut angefühlt.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum







