DTM auf dem Nürburgring: Rockenfeller will zurück in die Erfolgsspur
zuletzt aktualisiert: 05.08.2011 - 07:49Köln/Nürburgring (RPO). Seinen Horror-Crash von Le Mans hat Mike Rockenfeller abgehakt. "Im Prinzip habe ich keine großen Erinnerungen daran. Ich hatte sehr viel Glück und bin dankbar, dass ich nahezu unverletzt geblieben bin", sagt der Audi-Werkspilot. Mit mehr als 300 km/h war er im Juni beim legendären 24-Stunden-Rennen verunglückt, doch nun, sagt er, sei sein "Blick nach vorne gerichtet".
Am kommenden Wochenende will Rockenfeller beim sechsten Lauf zur Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) auf dem Nürburgring zurück in die Erfolgsspur finden. "Natürlich will ich gewinnen, das ist das Ziel", sagte Rockenfeller dem Sport-Informations-Dienst (SID): "Ich fühle mich gut und glaube, dass wir ganz vorne um den Sieg mitkämpfen werden."
Das Rennen am Sonntag auf dem Eifelkurs (13.45 Uhr/ARD) ist für den 27 Jahre alten Wahl-Schweizer so etwas wie ein Heimspiel - Rockenfeller wurde im 50 Kilometer entfernten Neuwied geboren. "Es ist immer schön, nach Hause zu kommen. Ich freue mich sehr auf das Rennen, obwohl ich in der DTM bislang dort nicht sonderlich erfolgreich war", sagte Rockenfeller.
Bei seinen vier DTM-Auftritten in der Eifel konnte der Lokalmatador noch keine Spitzenplatzierung einfahren. Als bestes Resultat steht bis dato der neunte Platz aus der vergangenen Saison zu Buche.
Ein Ergebnis, das Rockenfeller in diesem Jahr eigentlich verbessern muss. In seiner fünften DTM-Saison pilotiert "Rocky" erstmals ein "A-Auto" der Ingolstädter. Nach seinem DTM-Premierensieg im Mai im niederländischen Zandvoort gehörte Rockenfeller zu den Top-Favoriten auf den Gesamtsieg in der deutschen Tourenwagenserie.
Am 11. Juni bremste jedoch der spektakuläre Unfall beim legendären Langstreckenklassiker an der Sarthe Rockenfellers Titelambitionen. Beim anschließenden DTM-Rennen auf dem Lausitzring musste der Audi-Allrounder eine Zwangspause einlegen, sein Comeback auf dem Nürnberger Norisring verlief mit Platz 14 enttäuschend. "Theoretisch habe ich natürlich noch Chancen. Realistisch gesehen, ist die Meisterschaft aber sehr weit weg", sagte Rockenfeller, der nach 5 von 10 Saisonrennen mit 14 Punkten auf Rang 6 der Fahrwertung liegt. Er müsse jetzt "von Rennen zu Rennen schauen" und dabei immer wieder sein Bestes geben.
Vorne - an der Spitze der Fahrerwertung - rangiert derzeit mit 39 Punkten Mercedes-Pilot Bruno Spengler. Die Vorfreude des Kanadiers auf den Start der zweiten Saisonhälfte ist groß: "Der Nürburgring ist eine meiner Lieblingsstrecken, ich habe hier schon bei strahlendem Sonnenschein, aber auch im Regen und bei gemischten Bedingungen gewonnen. Ganz besonders gefällt mir die tolle Atmosphäre in der Eifel." Hinter Spengler hat Martin Tomczyk im Audi-Jahreswagen als erster Verfolger drei Zähler weniger auf seinem Konto, Tomczyks Markenkollege und zweimaliger DTM-Champion Timo Scheider (Braubach) ist Dritter (24).
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