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Carlos Sainz VW Dakar Wasser Panorama afp09
  Foto: AFP, AFP
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Rallye Dakar in Südamerika: Eine Etappe fehlt Sainz und VW noch

zuletzt aktualisiert: 15.01.2010 - 18:24

Santa Rosa (RPO). Der zweimalige Rallye-Weltmeister Carlos Sainz steht vor seinem ersten Gesamtsieg bei der Rallye Dakar. Am Samstag stehen auf dem letzten Teilstück von Santa Rosa nach Buenos Aires noch 206 nicht allzu schwierige Wertungskilometer auf dem Programm.

Der VW-Werkspilot aus Spanien behauptete auf der 13. und vorletzten Etappe von San Rafael nach Santa Rosa über 368 Wertungskilometer mit seinem Co-Piloten Lucas Cruz im VW Touareg einen Vorsprung von 2:48 Minuten vor seinem VW-Teamkollegen Nasser Al-Attiyah aus Katar mit dem Berliner Beifahrer Timo Gottschalk.

Nach dem ersten Diesel-Erfolg bei einer Dakar im vorigen Jahr durch Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshof) geht die Siegertrophäe damit wohl wieder an Volkswagen, das sogar einen Dreifachsieg feiern dürfte. Denn hinter Sainz/Cruz und Al-Attiyah/Gottschalk liegen Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) in einem dritten Touareg mit 31:48 Minuten Rückstand auf Rang drei.

"Das war ein nervenaufreibender Tag. Die Rallye Dakar war spannend und sie bleibt dank Carlos und Nasser bis zum Schluss spannend. Der Tag morgen wird entscheiden, welches Volkswagen-Duo die Rallye gewinnt", meinte VW-Motorsportdirektor Kris Nissen: "Jeder im Team und alle Fans können sich auf ein spannendes Finale freuen."

Allerdings dürfte "El Matador" Sainz sich seinen Vorsprung unter normalen Umständen nicht mehr nehmen lassen. Höchstens ein technisches Problem oder ein Reifenschaden könnte den 47-Jährigen noch stoppen. Im vorigen Jahr lag Sainz auch lange auf Siegkurs, bis er in Führung liegend mit seinem damaligen Beifahrer Michel Perin in eine im Roadbook nicht vermerkte Schlucht gestürzt war. Sainz war damals unverletzt geblieben, Perin hatte einen Schulterbruch erlitten.

Profitiert hatten damals de Villiers/von Zitzewitz, die VW schließlich den ersehnten Dakar-Triumph bescherten. Diesmal warfen die Titelverteidiger bereits auf der dritten Etappe in einem Gebiet, in dem sie im Vorjahr die Rallye für sich entschieden hatten, technische Probleme aussichtslos zurück.

Bester Nicht-VW-Pilot ist Dakar-Rekordgewinner Stephane Peterhansel aus Frankreich als Vierter im BMW X3 des hessischen X-raid-Teams (2:16:49 Stunden zurück). Peterhansel holte sich am Freitag seinen insgesamt 55. Tagessieg bei einer Dakar mit 1:21 Minuten Vorsprung vor Al-Attiyah, der alles versucht hatte, an Sainz in der Gesamtwertung noch heranzukommen. Der Spanier war aber lediglich 2:32 Minuten langsamer als sein Teamkollege und kam als Tagesvierter ins Ziel (3:53 Minuten zurück).

Bei den Motorrädern feierte der Norweger Pal Anders Ullevalsetter (KTM) den ersten Dakar-Etappensieg seiner Karriere und schob sich damit in der Gesamtwertung am Chilenen Francisco Lopez Contardo (Aprilia) vorbei auf Platz zwei. Lopez Contardo verlor als Tagesvierter 5:35 Minuten auf Ullevalsetter, der jetzt 1: 04:12 Stunden Rückstand auf Spitzenreiter Cyril Despres hat. Der KTM-Pilot aus Frankreich, der 43 Sekunden hinter Ullevalsetter als Zweiter ins Ziel kam, fährt seinem dritten Dakar-Sieg entgegen.


Rallye Dakar in Argentinien und Chile, 13. Etappe von San Rafael nach Santa Rosa mit 368 Wertungskilometern, Automobilwertung:

1. Stephane Peterhansel/Jean-Paul Cottret (Frankreich) BMW X3 2:58:25 Stunden, 2. Nasser Al-Attiyah/Timo Gottschalk (Katar/Berlin) VW Touareg 1:21 Minuten zurück, 3. Guerlain Chicherit/Tina Thörner (Frankreich/Schweden) BMW X3 3:45, 4. Carlos Sainz/Lucas Cruz (Spanien) VW Touareg 3:53, 5. Mark Miller/Ralph Pitchford (USA/Südafrika) VW Touareg 7:29, 6. Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz (Südafrika/Karlshofen) VW Touareg 8:13

Gesamtwertung nach 13 von 14 Etappen: 1. Sainz/Cruz 45:49:42 Stunden, 2. Al-Attiyah/Gottschalk 2:48 Minuten zurück, 3. Miller/Pitchford 31:48, 4. Peterhansel/Cottret 2:16:49 Stunden, 5. Chicherit/Thörner 4:02:42, 6. Carlos Sousa/Mathieu Baumel (Portugal/Frankreich) Mitsubishi Lancer 4:26:32, 7. de Villiers/von Zitzewitz 5:09:14

Motorrad: 1. Pal Anders Ullevalseter (Norwegen) KTM 3:27:05 Stunden, 2. Cyril Despres (Frankreich) KTM 0:43, 3. Marc Coma (Spanien) KTM 2:46, 4. Francisco Lopez Contardo (Chile) Aprilia 5: 35, 5. Alain Duclos (Frankreich) KTM 6:24, 6. Helder Rodrigues (Portugal) Yamaha 8:08

Gesamtwertung nach 13 von 14 Etappen: 1. Despres 49:38:44 Stunden, 2. Ullevalseter 1:04:12 Stunden zurück, 3. Lopez Contardo 1:08:34, 4. Rodrigues 1:20:41, 5. David Fretigne (Frankreich) Yamaha 1:56:06, 6. Duclos 1:59:06, ... 15. Coma 6:32:25

So geht es weiter: 14. und letzte Etappe am 16. Januar von Santa Rosa nach Buenos Aires (707 km - 206 km WP)

Quelle: SID/spo

 
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