Neben der Spur: Der Star ist die Kuh
VON GIANNI COSTA - zuletzt aktualisiert: 11.05.2009 - 12:05(RP). Der Berner Stadtpräsident Alexander Tschäppät hat zurzeit ein ziemlich dickes Problem. Vor einigen Tagen musste Pedro mit 28 Jahren eingeschläfert werden. Der Bär plagte sich schon seit längerem mit einer schmerzhaften Arthrose herum, weshalb man sich nun entschied, das Tier dauerhaft von den Qualen zu erlösen.
Damit ist der berühmte Bärengraben zurzeit allerdings verwaist, und den fotografierwilligen Touristen aus aller Welt fehlt ein beliebtes Motiv auf ihrer Rundreise durch die Schweizer Hauptstadt. Tschäppät aber mag keine enttäuschten Besucher. Er will sich aber auch nicht bei Tierschützern unbeliebt machen, die schon seit Jahren ein neues Gehege fordern. Die Anlage ist in Bau und soll Ende des Jahres eröffnet werden. Einen Übergangs-Bären sollte es bis dahin eigentlich nicht geben.
Vielleicht zieht dennoch in Kürze ein neuer Bewohner ein. Denn in diesen Tagen der Eishockey-Weltmeisterschaft reden in der Alpenrepublik alle nur über Cooly – das Maskottchen. Die WM-Kuh soll die typischen Schweizer Werte Gutmütigkeit, Sportlichkeit, Fairness, Natur, Qualität und Tradition vermitteln. Im Cooly-Kostüm stecken jedoch Kanadier. Die Verständigung mit ihnen fällt etwas schwer, sie sprechen nur englisch – so machen sie sich ausschließlich mit Händen und Füßen bemerkbar. Weil das ein ganz schön schweißtreibender Job ist, teilen sich gleich vier Künstler aus Nordamerika die Aufgabe. Da nun das Eis in Bern abgetaut wurde, sucht Cooly nun einen neuen Job. Stadtpräsident Tschäppät hätte da noch eine Planstelle frei. Er würde gerne das Maskottchen in den Graben schicken – quasi ein Ersatz-Kühli fürs Bärli.











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