Neben der Spur: Warum Russen Schalke-Fans sind
VON MARTIN BEILS - zuletzt aktualisiert: 29.12.2008 - 11:33Gelsenkirchen (RP). So ein Bus kommt ganz schön herum. Entweder bringt er reiselustige Senioren an die Costa del Sol, ins Tessin oder ans Nordkap. Oder er transportiert verwöhnte Fußballprofis in Europa zwischen Flughäfen, Hotels und Sportplätzen hin und her.
Schalkes drei Mannschaftsbusse, hübsch blau angemalt, konnten sich in dieser Saison freilich nicht austoben. Mangels sportlichen Erfolgs endete die europäische Sternfahrt nicht am Champions-League-Finalort Rom, sondern gleich hinter der holländischen Grenze in Enschede.
Lars Laser (34), seit fünf Jahren Schalkes Busfahrer, ist nicht ausgelastet. Übermorgen kann er deshalb einen Spezialauftrag übernehmen. Im königsblauen Gefährt reisen Russlands Skipsringer von Oberstdorf zum Neujahrsspringen nach Garmisch-Partenkirchen.
Das hatten sich die wie die Kollegen Fußballer vom russischen Energielieferanten Gazprom gesponserten und zu Schalke-Fans bekehrten Helden des Winters als Weihnachtsgeschenk gewünscht. Der Kurs durch die herrlich verschneiten Alpen könnte in Lasers Hitliste einen Spitzenplatz übernehmen. Ganz oben steht bislang die interkontinentale Tour aus dem Revier ins Trainingslager Belek (Türkei).
Offen sind nun folgende Fragen. Welche Russen dürfen nach Klassenfahrts-Art in die letzte Reihe? Findet Trainer Wolfgang Steiert den Platz von Fred Rutten? Wer muss auf den möglicherweise durchgesessenen Sessel von Gerald Asamoah? Welche DVD gibt‘s im Bordfernsehen? Und was bietet eigentlich der Kühlschrank so eines Fußballbusses?
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