Doping bei Radrennen in Frankreich: Jaksche wettert gegen Tour-Feld
zuletzt aktualisiert: 26.06.2009 - 17:53Neuss (RPO). Er war einer der besten deutschen Radrennfahrer – und wurde nach seinem Geständnis gesperrt. Nach Ablauf seiner Sperre beendete Jörg Jaksche seine Karriere. Und wettert nun gegen das dopingaffine Teilnehmerfeld bei der Tour de France.
Auf die Frage, ob der Gewinner der Tour 2009 ein Betrüger sein wird, ein Gedopter, antwortete der ehemalige Radprofi im Interview mit dem "Tagesspiegel am Sonntag": "Ja. Und das Gesetz der Serie sagt uns, das wird noch lange so bleiben. Der extreme Ausdauersport ist dopingaffin. Ich habe es selbst erlebt: Doping bringt einfach zu viel."
Gegen einen Start des siebenmaligen Toursiegers Lance Armstrong (USA) hat Jaksche aber nichts einzuwenden. "Es liegt nichts gegen ihn vor. Soll er doch fahren", meinte der Ex-Profi.
Jaksche hatte 2007 ein umfassendes Geständnis über seine eigene Dopingvergangenheit abgelegt. Nach dem Ende seiner Sperre wurde er von einigen Teammanagern jedoch als Nestbeschmutzer bezeichnet und beendete seine Karriere.
"Ich bereue mein Geständnis jeden Tag, und ich bin jeden Tag froh darüber. Das mag paradox klingen. Ich kann eben meinen geliebten Beruf nicht mehr ausüben, aber ich kann auch jeden Morgen in den Spiegel schauen, ohne mich zu übergeben vor Scham, wieder lügen zu müssen", so Jaksche.
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