Die Letzten der Tour de France: Ein Weltmeister trägt die Rote Laterne
VON ROLAND LEROI - zuletzt aktualisiert: 27.07.2010 - 07:10Düsseldorf (RPO). Adriano Malori hat schon eine ganze Menge erreicht. Neben diversen Triumphen in seiner italienischen Heimat wurde der Radprofi 2008 Weltmeister im Einzelzeitfahren bei den U23-Junioren. Bei der gerade beendeten Tour de France gewann der 22-Jährige einen weiteren "Titel": Er belegte in der Gesamtwertung um die "Rote Laterne" den ersten Platz.
Das soll keineswegs abwertend klingen, denn die meisten Radprofis sind schon glücklich, wenn sie überhaupt von ihren Teamchefs für die "Große Schleife" nominiert werden. "Dabei sein ist alles", steht im Vordergrund - und wer dann auch noch das Ziel in Paris erreicht, darf strahlen.
Malori ging das nicht anders. Er stellte sich in den Dienst seines Lampre-Teams, ackerte mächtig, schaffte auch die höchsten Berge und kam in Paris an. Zwar mit einem Rückstand von 4:27:03 Stunden auf den Sieger Alberto Contador, aber diese Zeit ist ebenso wie die Platzierung (170.) nur Statistik. 19 der 189 gestarteten Fahrer kamen nicht in Paris an.
Vorletzter wurde übrigens der Deutsche Profi Bert Grabsch, der die Rote Laterne auch durch seinen dritten Platz im Zeitfahren gerade noch abgeben konnte. Grabsch hatte 4:23:01 Stunden Rückstand auf Contador.
Drittletzter ist der Deutsche Andreas Klier. In Marcus Burghardt als 161. der Gesamtwertung befindet sich noch ein Deutscher in der Top-Ten der letzten Männer. Das ist alles andere als ein Makel.
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