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Wir haben den Medienwald durchforstet.
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Marca: "Das Doping der Steaks: Können 0,00000000005 g Clenbuterol im Urin als positiv bezeichnet werden?"
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El Mundo Deportivo: "Die Sünde des Fleisches: Contador positiv durch Clenbuterol - es wird nichts mehr gleich sein."
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El Pais: "Auf der Spur eines Steaks aus Irun: Zukunft von Contador ungewiss, der Fall stellt die letzte Tour des Radprofis in Frage."
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Superdeporte: "Neues Erdbeben im Radsport durch das angebliche Doping des Toursiegers."
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El Mundo: "Glauben oder nicht glauben an Contador: Sein Kampf um seine Unschuld genießt hohe Unterstützung in der Welt des Radsports und der spanischen Sportwelt."
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Gazzetta dello Sport: "Schock Contador. Positiv bei der Tour de France getestet, doch der Skandal ist nur am Anfang. Der internationale Radsport erlebt wieder einmal einen schwarzen Tag."
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Corriere dello Sport: "Schwarzer Donnerstag für die Glaubwürdigkeit Spaniens: Tour-König Contador und der Vuelta-Zweite Mosquera positiv getestet. Es ist aber kein Blitz aus heiterem Himmel. Schon 2006 war Contador in die Operacion Puerto geraten, die zur Festnahme seines Sportdirektors Manolo Saiz geführt hatte."
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Tuttosport: "Drei Spanier stürzen in das Netz der Anti-Dopingkontrollen. Zu ihnen zählt der Beste von allen, Alberto Contador. Um Alejandro Valverde zu stoppen, musste Italiens Olympisches Komitee eingreifen, weil man in Spanien so tat, als wäre nichts. Jetzt fällt Contador ins Netz der Anti-Doping-Kontrollen. Über seine Schuld haben wir mehr als einen Zweifel. Große Fische sind diesmal ins Netz gegangen."
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La Repubblica: "Der letzte Betrug. Contador positiv bei der Tour getestet, der Radsport findet keinen Frieden mehr. Wenn der Schmutz auf Contador nicht nur ein Fleischstück ist, sondern wirklich diesen Körper angegriffen hat, der ein Wunder von Macht und Geschwindigkeit ist, stehen wir vor einem neuen Begräbnis für den armen Radsport. Noch nie war das Grab so tief."
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La Stampa: "Der Fall Contador hat viele obskure Aspekte, doch viele Fragen bleiben offen. Wenn Contador nicht wieder wie bei der Operacion Puerto entlastet wird, droht dem internationalen Radsport der Todesstoß".
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Bild: "War ja klar"
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Mitteldeutsche Zeitung: "Es ist bestechend, wie fein heute die Nachweismöglichkeiten der Doping-Fahnder sind. Doch darf auch Skepsis eingeworfen werden. Welche Rückschlüsse lassen solche Mengen eines Wirkstoffs eigentlich zu? Dass sie von einer gezielten Dopingeinnahme herrühren? Oder vielleicht doch, dass sie über verseuchtes Essen in den Körper gelangt sein könnten? Genau das behauptet Contador. Man kann damit rechnen, dass sich der Fall Contador in die Länge ziehen wird - wie die Causa Pechstein. Denn letztlich geht es um dieselbe Frage: Darf man unterstellen, dass minimale Auffälligkeiten auch automatisch als Beweis für bewusstes Doping reichen?"
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Lausitzer Rundschau: "Nichts hatte er gesagt am vorletzten Tag der Tour de France, einfach geschwiegen auf die Frage, wie wichtig es ihm sei, eine "saubere" Tour gewonnen zu haben. Ein Schweigen, das viel mehr aussagt als ein Interview, das von Alberto Contador am Mittwoch zu lesen war. Dort verkündete der Spanier: "Die Doping-Fälle sind vorbei, es ist an der Zeit, den Chip zu wechseln." Tja, und was ist drauf auf dem neuen Chip? Nach dem Zahnpasta-Komplott (Dieter Baumann), der Ecstasy-Ausrede (Jan Ullrich) oder der mysteriösen Blut-Krankheit (Claudia Pechstein) erklärt er nun: Das Clenbuterol in seinem Blut stamme aus verunreinigtem Fleisch. Ein taktischer Winkelzug, schließlich wird dieser Stoff zur Kälbermast genutzt. Dabei ist Contador vermutlich selbst ein kleines Mastkälbchen der völlig fehlgeleiteten spanischen Sportpolitik.
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Rheinische Post: "Doch wer glaubt einem Athleten aus diesem Umfeld? Einem Athleten, dessen Initialen sich in den Unterlagen des Blutpanschers Eufemiano Fuentes finden? Die Geschichte der Frankreich-Rundfahrt ist eine von zunächst gefeierten, bald aber des Betrugs überführten Siegern. Und den aktuellen Zustand des Profiradsports machten gestern zwei weitere Fälle deutlich. Der Zeitpunkt des für Contador verhängnisvollen Tests (vor einer entscheidenden Pyrenäen-Etappe) verstärkt zudem den Verdacht. Dass es die zuletzt auch im Fußball, Tennis, Basketball, Motorsport herausragenden Spanier mit dem Kampf gegen Doping nicht ernst nehmen, erhöht ebenfalls die Skepsis gegenüber Contadors Geschichte vom bösen Steak."
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NZZ: "Alberto Contador sauber? Man erinnert sich, dass sein Name im Zusammenhang mit der Blutdoping-Affäre Puerto auftauchte. In den in einer spanischen Blutbank sichergestellten Blutbeuteln wurden unter anderem Spuren von EPO gefunden. Was, wenn Contador bei einer Blutentnahme für spätere Dopingzwecke noch Reste des im Aufbau verwendeten Mittels Clenbuterol in seinem Körper hatte? Es würde der Doping-Logik entsprechen, wenn er das Blut am Ruhetag vor der Etappe auf den Tourmalet wieder zugeführt und sich dabei mit Clenbuterol kontaminiert hätte. Aber beweisen lässt sich das kaum."
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Kölner Stadtanzeiger: "Der Weltverband bemühte sich sofort, die für ihn unfassbare Nichtigkeit der gefundenen Konzentration Clenbuterol zu betonen, etwa so: Ach bitte, das ist doch nur ein Versehen, verunreinigtes Essen. Aber kein Vergehen: Was bringt etwas, das hinter der Null vor dem Komma zehn weitere Nullen aufweist und erst dann den Wert fünf?"
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Frankfurter Rundschau: "Die positive Dopingprobe beim Tourdominator von 2007, 2008 und 2010 (2009 war sein Astana-Team wegen vorausgegangener Dopingfälle unerwünscht) ist rätselhaft. Nicht weil man Contador nicht zutraute, zu unerlaubten Mitteln zu greifen wie so viele seines Metiers. Sondern weil eine große Nummer wie der Spanier selten dämlich wäre, es - obendrein in wirkungsloser Mikrodosis - mit dem Stoff aus dem Doping-Mittelalter zu versuchen, der in Bodybuilder-Kreisen dafür gerühmt wird, letzte Fettreserven schwinden zu lassen. Dass die UCI lang zögerte, das brisante Laborergebnis bekanntzugeben, bedeutet wohl, dass man auch beim Weltverband rätselt, wie es zu interpretieren ist."
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Zeit: "Contador, dumm oder dreist
Dass Alberto Contador durch ein Mittel aus der Steinzeit des Dopings überführt wird, ist kurios. Und es sagt einiges über das Geschäft aus."
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Welt: "Wer als Sponsor trotz der erdrückenden Beweislast für das fortgesetzte systematische Doping im Profiradsport nun noch immer nicht hilft, den Sumpf durch den Entzug der Geldmittel trocken zu legen, der kann sich nicht mal mehr auf sein Vertrauen in Wunder berufen: Er macht sich mitschuldig um Sportbetrug."
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Focus: "Ob die Spanier, die von 2005 bis 2010 die Frankreich-Rundfahrt dominierten, die besseren Radfahrer sind, wurde Contador in der „Sportbild“ gefragt. Die Antwort fiel ehrlicher aus, als gedacht: „Im Augenblick sieht das so aus. Aber das ist bestimmt nicht genetisch bedingt. Es ist vielmehr eine Generationenfrage.“ Eine Generation von Ausnahmekönnern, die beinahe alle mit dem Dopingexperten Fuentes in Verbindung gebracht werden."